Naturkork 

Kork ist weit mehr als nur ein natürlicher Rohstoff – er steht für Nachhaltigkeit, Beständigkeit und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt. Als äußerst wertvolles Naturmaterial spielt Kork sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer und klimatischer Sicht eine bedeutende Rolle. Sein Schutz ist daher von großer Bedeutung. Besonders die einzigartige, schonende Gewinnungsmethode sowie die enorme Bedeutung der Korkeichenwälder für Klima, Biodiversität und regionale Wirtschaft machen Kork zu einem unverzichtbaren Bestandteil einer nachhaltigen Zukunft.

Korkentsorgung beim BAV

Naturkorken können auf allen BAV-Wertstoffhöfen abgegeben werden. Dort werden sie gesammelt und anschließend dem Recycling zugeführt. Der gesammelte Naturkork gelangt zur Weiterverarbeitung an die Diakonie Kork.

Eine Übersicht aller Wertstoffhöfe finden Sie hier.

Diakonie Kork

Die soziale und ökologische Sammelaktion der Diakonie Kork gibt es bereits seit 1991. Trotz rückläufiger Mengen werden Echtkorken weiterhin deutschlandweit gesammelt und einer sinnvollen Wiederverwendung zugeführt.

Der gesammelte Naturkork wird an die NEVEON Nürtingen GmbH weitergegeben. Dort erfolgt die Aufbereitung in mehreren Arbeitsschritten: Die Korken werden manuell sortiert, entstaubt, zerkleinert und anschließend zu feinem Korkgranulat vermahlen.

Dieses Granulat dient als Füllstoff für hochwertige Presskorkprodukte, die vor allem in den Bereichen Schallschutz- und Wärmedämmung eingesetzt werden.

Die Verkaufserlöse der gesammelten Flaschenkorken unterstützen die Arbeit der Diakonie Kork. 

Naturkork - von unschätzbarem Wert

Korkeichen wachsen vor allem in den Mittelmeerregionen, insbesondere im Süden Portugals, Spaniens, Italiens, Frankreichs sowie in Teilen Nordafrikas. Diese einzigartigen Bäume liefern einen der nachhaltigsten Rohstoffe der Welt: Naturkork.

Die Gewinnung von Kork ist ein besonders schonender und langfristiger Prozess. Erst nach etwa 25 Jahren kann die Rinde einer Korkeiche erstmals geerntet werden. Dieser sogenannte Jungkork ist jedoch noch nicht für die Herstellung von Flaschenkorken geeignet. In der Folge wird die Rinde etwa alle neun Jahre erneut geerntet. Erst nach der dritten Ernte – also nach rund 50 Jahren – erreicht der Kork die Qualität, die für Flaschenverschlüsse erforderlich ist. Der zuvor gewonnene Kork wird unter anderem als natürlicher Dämmstoff im Bauwesen genutzt.

Die Nachhaltigkeit dieses Materials liegt in seinem besonderen Kreislauf: Die Rinde schützt die Korkeiche vor Wasserverlust im heißen, subtropischen Klima und wächst nach jeder Ernte vollständig nach. Dadurch kann der Baum weiterhin CO₂ binden - bis zu dreimal mehr als eine ungeschälte Korkeiche.

Korkeichenwälder sind zudem wertvolle Ökosysteme, da sie zahlreichen bedrohte Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten.

Naturkork steht damit für aktiven Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften.

Schutz und Bedeutung der Korkeichenwälder

Korkeichenwälder sind durch Monokulturen wie Eukalyptusplantagen und fehlende wirtschaftliche Anreize für Waldbesitzer gefährdet. Umso wichtiger ist ihr Schutz. Recycling-Initiativen tragen dazu bei, diesen Kork wiederzuverwerten und gleichzeitig diese einzigartigen Ökosysteme zu erhalten. 

Kork ist ein besonders nachhaltiger Rohstoff, der ohne das Fällen von Bäumen gewonnen wird. Die Rinde der Korkeiche alle etwa neun bis zehn Jahre geerntet und wächst vollständig nach, sodass der Baum erhalten bleibt und weiterhin CO₂ binden kann. Regelmäßig geschälte Korkeichen speichern dabei sogar bis zu dreimal mehr CO₂ als ungeschälte.

Korkeichenwälder sind zudem wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, darunter auch gefährdete Arten wie der Iberische Luchs. Gleichzeitig schützen sie den Boden vor Erosion, verhindern Versteppung und speichern Wasser.

Auch das Material selbst überzeugt durch seine hervorragenden Eigenschaften: Kork ist antiallergisch, schwer entflammbar, recycelbar und bietet eine ausgezeichnete Wärme- und Schalldämmung. Neben seinen ökologischen Vorteilen sichert die Korkproduktion auch Arbeitsplätze und fördert eine nachhaltige Forstwirtschaft.