Die Zukunft mitgestalten - BAV und TH Köln geben auf :metabolon Einblicke in Umweltberufe

Kein Abschluss ohne Anschluss – Schüler erkunden ihre beruflichen Möglichkeiten

Für viele Jugendliche im Alter von 14 bis 15 Jahren ist die Frage nach dem beruflichen Weg nach der Schule noch offen: Ausbildung oder Studium? Und vor allem – in welchem Berufsfeld kann ich meine Interessen und Fähigkeiten einbringen, insbesondere vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Arbeitsmarktes?

Genau hier setzt das Landesvorhaben Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA) an. Nordrhein-Westfalen hat mit KAoA bereits im Jahr 2011 als erstes Bundesland ein landesweit einheitliches und systematisches Übergangssystem von der Schule in den Beruf bzw. ins Studium eingeführt. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig und praxisnah bei ihrer Berufs- und Studienorientierung zu unterstützen.
Im Oberbergischen Kreis wird KAoA durch die Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule – Beruf/Studium gemeinsam mit den regionalen Partnern des Ausbildungskonsenses umgesetzt. Seit dem Schuljahr 2016/2017 sind alle öffentlichen Schulen in das System eingebunden; Studien- und Berufswahlkoordinatorinnen und -koordinatoren begleiten dort den individuellen Orientierungsprozess.

Im Rahmen der Berufsfelderkundungen von KAoA fand am 19. Februar 2026 der erste Termin des Jahres auf dem Projektstandort :metabolon statt. Acht Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit umweltbezogenen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt standen der Ausbildungsberuf Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft sowie das Studienfeld der Umweltwissenschaften.

Nach einer kurzen Einführung stellte Marc Härtkorn vom Lernort-Team das Projekt :metabolon, die beteiligten Abteilungen sowie die damit verbundenen beruflichen Perspektiven vor. Anschließend gewährte Tim Köhler als Ausbilder praxisnahe Einblicke in den Ausbildungsalltag. Neben typischen Tätigkeiten und Inhalten der dreijährigen Ausbildung wurden auch formale Voraussetzungen und Rahmenbedingungen thematisiert. Persönliche Erfahrungsberichte der Referenten schlugen dabei eine anschauliche Brücke zwischen Ausbildung und weiterführenden Studienmöglichkeiten an der TH Köln.

Aufgrund der Witterungsverhältnisse konnte die geplante Anlagenbesichtigung nicht vor Ort stattfinden und wurde daher digital und bildgestützt umgesetzt. Bora Merkschien von der TH Köln veranschaulichte in einer der Forschungshallen die Arbeit des Lehr- und Forschungsstandorts :metabolon und stellte die Studienoptionen der TH Köln vor. Durch gezielte Querverweise zu den zuvor behandelten Ausbildungsinhalten wurden die Zusammenhänge zwischen Praxis, Ausbildung und Studium für die Jugendlichen klar nachvollziehbar.

Die Berufsfelderkundung zeigte eindrucksvoll, wie praxisnahe Angebote im Rahmen von KAoA junge Menschen dabei unterstützen können, fundierte Entscheidungen für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg zu treffen.