Ein Koffer mit Wirkung: Rund 12.000 Euro für weitere EndPlasticSoup-Projekte
Rund 12.000 Euro sind in den ersten Jahren durch den Verkauf des EPS-Bildungskoffers zusammengekommen. Ein schönes Ergebnis für ein Projekt, das ursprünglich mit einem klaren Bildungsauftrag gestartet ist: Kinder und Jugendliche für die Themen Kunststoffe, Mikroplastik und den richtigen Umgang mit Kunststoffabfällen zu sensibilisieren. Gleichzeitig eröffnet der Erfolg die Möglichkeit, den Gedanken von EndPlasticSoup weiterzutragen und künftig auch weitere Projekte zu unterstützen.
Der Bildungskoffer entstand im Rahmen der Initiative EndPlasticSoup und wurde vom Rotary Club Wipperfürth-Lindlar/Romerike Berge gemeinsam mit dem Lernort :metabolon des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes maßgeblich vorangetrieben. Beteiligt waren außerdem die Chemiedidaktik der Universität Osnabrück sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO).
Ziel war von Beginn an, das Thema „Plastik und Mikroplastik in der Umwelt“ nicht nur theoretisch zu behandeln, sondern für Schülerinnen und Schüler praktisch erfahrbar zu machen. Dafür wurden unterschiedliche Bildungskoffer für die verschiedenen Alters- und Schulstufen entwickelt. Mit Experimenten, Aufgabenmaterialien, Arbeitsblättern und Hintergrundinformationen können Lehrkräfte das Thema in den Unterricht integrieren und einzelne Versuche oder ganze Unterrichtseinheiten umsetzen.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, Kunststoff grundsätzlich als problematisch darzustellen. Kunststoffe sind aus vielen Bereichen unseres Alltags nicht wegzudenken. Entscheidend ist vielmehr der bewusste Umgang mit ihnen: Wie werden Kunststoffe verwendet? Was passiert nach ihrer Nutzung? Und wie können sie möglichst lange im Kreislauf gehalten werden?
Im Verbandsgebiet des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes wurden die Bildungskoffer deutschlandweit an Schulen weitergegeben und vorgestellt. Gleichzeitig konnten Rotary Clubs die Koffer bestellen und für ihre eigene Bildungsarbeit einsetzen. So hat sich das zunächst regional entwickelte Projekt über die vergangenen Jahre verbreitet.
Aus Bildungsarbeit entstehen neue Möglichkeiten
Die rund 12.000 Euro aus dem Verkauf der Bildungskoffer zeigen, dass aus der gemeinsamen Idee weit mehr entstanden ist als ein einzelnes Lehrmittel. Der Koffer schafft bis heute einen praktischen Zugang zum Thema Kunststoff und verbindet Wissensvermittlung mit der Frage, wie aus Wissen konkretes Handeln werden kann.
Im nächsten Schritt geht es darum, die entstandenen Mittel für weitere Projekte im Sinne von EndPlasticSoup einzusetzen. Aktuell richtet sich die Aufmerksamkeit auf ein Pilotprojekt in Ghana, bei dem neue Ansätze zum Umgang mit Kunststoffabfällen erprobt werden sollen.
Die rund 12.000 Euro sind damit nicht nur ein erfreuliches Ergebnis der vergangenen Jahre. Sie stehen symbolisch für ein starkes gemeinsames Engagement und bieten zugleich die Möglichkeit, die Idee von EndPlasticSoup weiterzutragen und auch künftig Projekte für einen verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen zu unterstützen.