Lernen auf :metabolon

Verknüpfung von Theorie und Praxis

Auf :metabolon beschäftigen sich Lernende mit den Prinzipien einer nachhaltigen zirkulären Wertschöpfung. Im Fokus steht das Verständnis von Stoff-, Energie- und Wertschöpfungskreisläufen sowie deren Wechselwirkungen innerhalb komplexer Systeme. Dadurch entsteht ein ganzheitlicher Blick auf nachhaltiges Wirtschaften und die Gestaltung zukunftsfähiger Prozesse. 

Das Lernkonzept auf :metabolon verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit praktischen Erfahrungen vor Ort. Durch die enge Verzahnung von Theorie, Anwendung und Forschung erwerben Studierende nicht nur fachliches Wissen, sondern bringen sich aktiv in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte ein. So entsteht ein lebendiger Lernraum, in dem Theorie und Praxis unmittelbar miteinander verknüpft werden und nachhaltige Transformation erfahrbar wird.


Lehre auf :metabolon

Die Anforderungen an Lehrende und Lernende haben sich verändert: Die Bedeutung des reinen Fachwissens nimmt ab und die Bedeutung des Wissensmanagements nimmt zu.

Die TH Köln bietet mit dem Lehr- und Forschungszentrum (LFZ) :metabolon eine Plattform für holistisches Lernen, Lehren und Forschen in den Themenfeldern zirkuläre Wertschöpfung und Nachhaltigkeit. Wichtig ist hierbei eine kritische Bewertung der eingesetzten Technologien und Maßnahmen, da das Hinterfragen notwendiger Handlungsschritte eine wesentliche Voraussetzung für die Ausbildung in nachhaltigen Prozessabläufen darstellt. 

Die erworbenen Kompetenzen qualifizieren die Studierenden für verantwortliche Tätigkeiten in einer sich wandelnden Berufswelt (Employability) und befähigen sie zur aktiven Mitgestaltung und nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft (Global Citzienship). 

Der Lehr- und Lernort :metabolon hat die Aufgabe didaktische Ansätze zu entwickeln und zu erproben, um diese Erkenntnisse den verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren - vom Kindergartenkind über Schüler*innen und Studierende bis hin zu Erwachsenen - zugänglich zu machen. 


Lernorte :metabolon

:metabolon bietet vielfältige Lernorte, die unterschiedliche Lernformate ermöglichen und Raum für eigenständiges Entdecken, gemeinsames Arbeiten und praxisnahe Erfahrungen schaffen. Hierzu gehören

  • ein Schülerlabor,
  • ein Blockhaus mit Einblicken in die nachhaltige Nutzung des Rohstoffs Holz,
  • das Haus der Kleinen Forscher mit dem Schwerpunkt Kunststoffe und Mikroplastik sowie
  • zwei Tiny Houses, die innovative und nachhaltige Bauweisen erlebbar machen

Weiterhin steht Studierenden in der Forschungshalle II (FoHa II) ein speziell eingerichteter Praktikumsbereich zur Verfügung. Hier lernen sie die grundlegenden Operationen der Verfahrenstechnik kennen und wenden diese praktisch an. Ziel ist es, die einzelnen Verfahrensschritte zu verstehen und daraus eigenständig Prozessketten zu entwickeln – beispielsweise für die Abwasserbehandlung oder die Bodenaufbereitung.

Darüber hinaus eröffnet das weitläufige Gelände der ehemaligen Deponie einzigartige Lern- und Forschungsmöglichkeiten. Die vorhandenen technischen Anlagen im Industriemaßstab, darunter eine Biogasanlage, eine Sickerwasserbehandlungsanlage und eine Rostascheaufbereitung, machen nachhaltige Stoffkreisläufe unmittelbar erfahrbar. So entstehen vielfältige Möglichkeiten, sich mit den Themen Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und zirkuläre Wertschöpfung praxisnah auseinanderzusetzen.