26 bundstoffe und Verklebungen sowie schlecht recycelbare Materialien sollten vermieden werden. Weiterhin hat der zirkuläre Designprozess zum Ziel, Produkte so zu entwerfen und herzustellen, dass sie sich möglichst ohne unverwertbare Nebenprodukte herstellen lassen und keine schädlichen Substanzen enthalten. Ein Beispiel hierfür ist die Verwendung von Sekundärrohstoffen für die Herstellung neuer Produkte. So ist es möglich, Abfalltonnen aus einem Granulat herzustellen, das wiederum aus alten Tonnen gewonnen wurde (Kunststoffrezyklat), oder die in der Müllverbrennung entstehende Asche für die Betonherstellung zu nutzen. Auch die Verpackung eines Produkts ist bereits Teil des Designprozesses: Diese sollte bewusst minimiert und auf Recyclingfähigkeit optimiert werden. Neben einem ökoeffizienten Design sollten auch der Vertrieb und das zugrunde liegende Geschäftsmodell an der Kreislaufführung ausgerichtet werden. So kommen in der zirkulären Wertschöpfung insbesondere Pfand- und Leihmodelle zum Tragen, die die Rückführung eines Produktes nach der Nutzung bzw. dessen optimale Auslastung fest vorsehen und unterstützen. Es geht nur gemeinsam Interaktion und Kooperation gehören zu den Kernelementen der zirkulären Wertschöpfung und sind insbesondere im Designprozess ein entscheidender Faktor. Nur wenn sich Produktdesigner mit den anderen Akteuren des Wertschöpfungskreislaufs austauschen, können sie ihre Produkte optimal an die folgenden Prozessschritte anpassen. Der BAV und seine Beteiligungen treten mit möglichst vielfältigen Partnern in den Austausch, um sie für die Anforderungen einer Kreislaufwirtschaft zu sensibilisieren und gemeinsam Umsetzungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Mit der Bergischen Ressourcenschmiede (BRS) haben wir an unserem Lehr- und Forschungszentrum :metabolon einen zentralen Anlaufpunkt für zirkuläre Wertschöpfung geschaffen. Forschung und Wissenstransfer bilden die beiden zentralen Handlungsfelder der BRS. Ziel ist es, gewonnene Erkenntnisse in nachhaltiges, unternehmerisches und gesellschaftliches Handeln umzusetzen. Bereits bei der Forschung binden wir Unternehmen ein, um praxistaugliche Lösungen sicherzustellen. So hat beispielsweise die produzierende Wirtschaft die Möglichkeit, den Prozess mitzugestalten und ihre eigenen Ideen und Umsetzungsvorschläge in die Forschung einzubringen. Von April 2021 bis Dezember 2022 befindet sich die BRS in der Pilotphase; im Anschluss soll das Projekt in die Hauptprojektphase überführt werden. Der Runde Tisch Zirkuläre Wertschöpfung NRW ist ein Netzwerk von Akteuren im Land NRW, die sich mit dem Thema ZW beschäftigen und welches von den beiden Landesministerien für Umwelt und Wirt-
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