:metabolon – Von der Deponie zum Innovationsstandort
Architektur und Gestaltung | 23 keit und die erhöhte Transparenz der Abläufe hat sich die Akzeptanz bei der Bevölkerung wesentlich verbessert. Auf das Memorand- um folgte als nächster Schritt ein landschaftsarchitektonisch-hoch- baulicher Wettbewerb. 3 Nicht zuletzt, da die Regionalen aus der Internationalen Bauaus- stellung (IBA) Emscherpark her- vorgegangen sind, drängt sich der Vergleich zu Projekten im Ruhr- gebiet auf. Beim Landschaftspark Duisburg Nord sind ehemalige Industrieanlagen in öffentlich zugängliche Parks umgewandelt worden. Wo zuvor abgeschlosse Areale waren, in denen gefähr- liche Arbeitsprozesse zur Roh- stoffgewinnung und -verarbeitung abliefen, spazieren die Menschen heute zwischen Fördertürmen, Koksöfen, Kraftwerken, Rohr- und Industriebahntrassen, klettern in Kohlebunker, tauchen in Gasbe- hältern und gehen zu Konzerten in Produktionshallen. Es findet eine Aneignung ehemals vollkommen anders genutzter Bauten und An- lagen statt, die Teil der regionalen Identität geworden sind. Jedoch sind auch diese Projekte nicht ohne Vorbild. Besonders der Gas Works Park in Seattle wird oft genannt. 4 In den siebziger Jahren wurde das Gelände zu einem Park umgenutzt und 1975 eröffnet. Der Entwurf des Landschaftsarchitek- ten Richard Haag versucht viele der Fabrikationsanlagen zu erhal- Lageplan aus dem Memorandum. Quelle: Knüvener Architekturlandschaft
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy ODUyNDI0