:metabolon – Von der Deponie zum Innovationsstandort

Architektur und Gestaltung | 21 „Aus den Augen, aus dem Sinn“ Für die meisten gilt diese Ma- xime für den Müll, denn wer weiß schon, wohin der Inhalt des häuslichen Mülleimers kommt, geschweige, dass man schon einmal dort gewesen ist. Dies ist nachvollziehbar, jedoch offen- sichtlich auch ein Problem, da in einer von Konsum geprägten Gesellschaft Wegwerfen ein kons- tituierendes Merkmal ist aber der Müll „irgendwo hin muss“. Das Projekt :metabolon zeigt das Wer- den eines Standorts und die Idee, den Müll und unseren Umgang damit stärker ins Bewusstsein zu bringen. Dabei soll die Deponie Leppe in einer neuen Form betrieben und ein Standort für Recycling und Wiedernutzung von Rohstoffen aus Abfall in jeglicher Hinsicht werden. Einerseits sollen die Einrichtungen der Deponie Lern­ ort für Schüler und Studenten für Erfahrungen aus erster Hand werden, andererseits wird um Verständnis und mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit geworben. Das Memorandum :metabolon Das Memorandum entwirft eine Gesamtperspektive mit mehreren Bausteinen. 1 Ursprünglich war ge- plant, nach Schließung das „grüne Mäntelchen des Schweigens“ auszubreiten. Es wäre schwierig gewesen, hier eine Müllkippe zu erkennen. Tatsächlich sind dage- gen heute die schwarze, schwere Folie, die den Müll abdeckt, und die präzise, technische Topografie die prägenden Charakteristika. Und zu manchen Tageszeiten ent- wickelt sie eine geradezu magi- sche Atmosphäre. Zu Beginn des Arbeitsprozesses :metabolon - vom Werden und Verwandeln Dipl.-Ing. Thomas Knüvener Architekt BDA MAS LA ETH Landschaftsarchitekt

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