linear wird zirkulär – Zukunft Kreislaufwirtschaft

38 Mit dem Projekt :metabolon haben Sie einen Ort geschaffen, der die Transformation einer reinen Deponie zu einem authentischen Forschungs- und Vermittlungsraum darstellt. Wie kam es zu dieser Entwicklung und warum? Im Hinblick auf das seinerzeit anstehenden Ende der Hausmülldeponierung wurde schon sehr frühzeitig eine Nachnutzungsmöglichkeit der Leppe-Deponie im oberbergischen Lindlar gesucht. Im Rahmen des EU- und NRW-Strukturförderprogrammes Regionale 2010 entstand an einem authentischen Wirtschaftsort ein Innovationsstandort, der sich umfänglich mit den Themen rund um die zwingend notwendige Ressourcenschonung befasst. Mit dem Projektstandort :metabolon (altgriechisch für Stoffumwandlung) konnten wir einen Forschungs- und Wissensstandort entwickeln an dem modellhaft sichtbar gemacht wird, wie Nachhaltigkeit im wirtschaftlichen und privaten Sektor umgesetzt werden kann mit dem Ziel, dass wir all unser Handeln auf Basis des gewonnenen und vermittelten Wissens neu ausrichten können. Und diese Entwicklung muss selbstverständlich weiter vorangetrieben werden. Im Rahmen des neuen Strukturförderprogrammes, der Regionale 2025, entsteht die „Bergische Ressourcenschmiede“, die in erster Linie mit möglichen zirkulären Modelle unserer regionalen Wirtschaft befasst sein wird. Der Standort :metabolon ist mittlerweile ein Kristallisationspunkt und eine Drehscheibe für den Gedanken der zirkulären Wertschöpfung geworden – das waren und sind Triebfeder und Ziel der Entwicklungen am Standort des Entsorgungszentrums LeppeDeponie. Soll das heißen, dass die Herausforderungen der aufgezeigten Ressourcenschonung und –substitution nur durch einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz gelöst werden können? Ganz ohne Zweifel. Wenn wir etwas auf der Welt bewegen wollen, was im Sinne einer höchstmöglichen Ressourcenschonung einen umfangreichen und zu gestaltenden Transformationsprozess darstellt, müssen wir die gesamte Gesellschaft dabei mitnehmen. Es reicht nicht aus, dass wir uns den Problemstellungen im Bereich Wissenschaft und Wirtschaft widmen; die Ergebnisse und Leitgedanken müssen durch einen gezielten und zielgruppenspezifischen Wissenstransfer verbreitet werden. Wichtig ist hierbei auf die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie zu achten und das administrative Element nicht außer Acht zu lassen, um die passende Rahmung zu gewährleisten. Somit sollen und müssen unsere Ansätze in allen Bereichen der Gesellschaft wirksam werden.

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