36 Interview Monika Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin Bergischer Abfallwirtschaftsverband Der Bergische Abfallwirtschaftsverband und seine Beteiligungsunternehmen sind schon seit langer Zeit für ihre zukunftsweisende Vorgehensweise im Bereich Ressourcenmanagement bekannt. Das vorliegende Spektrum der nachhaltigen Aktivitäten und Projekte zeigt dies deutlich. Was war die Motivation und warum war es nun an der Zeit den vorliegenden Bericht zu verfassen? Ein Abfallwirtschaftsverband hat originär die Aufgabe, die am Ende der Produktions- und Nutzungsketten entstehenden Reststoffe zu entsorgen. Schon sehr früh rückte für den BAV eine tiefergehende Betrachtung dieser Reststoffe in den Fokus. Zum einen, weil der kommunale Entsorger die Aufgabe hat, die bestmöglichen Verwertungswege für diese Stoffe anzuwenden, zum anderen allerdings auch, um eventuell noch effizientere Möglichkeiten zu entwickeln. Die Frage, die sich aus unserer Sicht von Beginn unserer Tätigkeiten an stellte, war: Warum sollen die in den Abfällen steckenden, wichtige Ressourcen einfach nur entsorgt werden? Mit Blickrichtung zum Anfang der bestehenden Produkt- und Stoffkreisläufe war uns klar, dass es anders gehen muss. Das Vermeiden von Abfällen und damit auch der in ihnen steckenden Ressourcen- und Energieeinsatzes wurde zum Ziel. Ebenso die umfängliche
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