Stoffwindeln

Eltern wickeln ihre Kinder am besten mit Windeln aus ökologisch angebauter und verarbeiteter Baumwolle. Diese enthalten keine chemischen Stoffe, die die empfindliche Babyhaut irritieren können. Sie lassen auch mehr Luft an den Babypo als Plastik umhüllte Wegwerfwindeln und beugen damit gegen Pilzinfektionen vor. Wer Stoffwindeln richtig einsetzt, kann darüber hinaus auch die Umwelt schonen sowie Zeit und Geld sparen.

Wegwerfwindeln machen viel Müll. Ihr Anteil am Müllaufkommen liegt in manchen deutschen Städten bei zehn Prozent. Schon bei der Herstellung verbrauchen sie wertvolle Ressourcen. Allein für den saugstarken Zellstoff werden große Mengen Holz gefällt und mit hohem Einsatz von Wasser, Energie und Chemikalien verarbeitet. Stoffwindeln belasten zwar auch die Umwelt, aber ihre Ökobilanz lässt sich leicht verbessern. Viel ist bereits gewonnen, wenn Windeln nur bei 60 Grad mit einem umweltschonenden Waschmittel gewaschen und anschließend zum Trocknen aufgehängt werden. Für Reisen empfiehlen sich Öko-Wegwerfwindeln mit ungebleichtem Zellstoff.

Im Vergleich zu Wegwerfwindeln lassen sich mit Stoffwindeln über die gesamte Wickelzeit von 2,5 bis 3 Jahren mehrere hundert Euro sparen. Wer nicht selber waschen möchte, sollte einen Windeldienst engagieren. Das kostet zwar etwas mehr, spart aber viel Zeit und Mühe. Windeldienste liefern regelmäßig saubere Windeln nach Hause und holen die dreckigen zum Waschen ab. In modernen Großwäschereien können sie die Windeln noch umweltfreundlicher reinigen als Privathaushalte.