Holzasche gehört in den Restmüll

Bei den steigenden Energiepreisen entscheiden sich immer mehr Hausbesitzer für das umweltfreundliche Heizen mit Holz und stellen sich Kaminöfen, Kachelöfen oder Schwedenöfen in die gute Stube. Doch wohin mit der Asche? Fachleute warnen zunehmend vor der kompletten Entsorgung im Garten und auf dem Kompost. Zur Entsorgung von Ofenasche kommt nur die Restmülltonne in Frage.

Dass Kohlenasche aufgrund ihres hohen Schwefel- und Eisengehaltes nicht in den Garten gehört, ist den meisten Gärtnern bekannt.

Holzasche dagegen galt lange Zeit als unbedenklich und wurde sogar als Kaliumdünger empfohlen. Zu Unrecht, wie inzwischen wissenschaftlich belegt ist. In der Holzasche verbergen sich neben den erwünschten Düngerelementen auch unerwünschte Stoffe, selbst wenn nur unbehandeltes Holz verfeuert wird. In unserer Umwelt befinden sich aus der Luftverschmutzung Schwermetalle wie Cadmium und Blei, die von den Bäumen aufgenommen werden. Diese Schadstoffe sind zwar im lebenden Holz nur in geringer Konzentration vorhanden, reichern sich aber nach der Verbrennung in der Asche an. In den Kreislauf des Gartens ausgebracht, werden sich die unerwünschten Substanzen im Boden, aber auch in Gemüse, Obst und anderen Pflanzen wiederfinden.

Eine Düngung mit Holzasche ist also nur bedingt und in geringen Mengen zu empfehlen.

Heizen mit Holz ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, da bei der Holzfeuerung nur jenes Kohlendioxid frei wird, das der Baum vorher der Atmosphäre entzogen hat. Im Gegensatz zur Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl, Kohle oder Gas wird also die Erdatmosphäre nicht mit zusätzlichem Kohlendioxid belastet.

Damit Heizen mit Holz aber wirklich umweltfreundlich ist, darf nur trockenes und unbehandeltes Holz verfeuert werden. Und bevor die Asche in die Restmülltonne gegeben wird, sollte sie restlos ausgekühlt sein, damit es nicht zu gefährlichen Bränden in der Mülltonne oder sogar im Entsorgungsfahrzeug kommt. Zum Abkühlen der Asche eignet sich am besten ein Metalleimer.