Aluminium

Im Jahr 2003 wurden weltweit 22,9 Millionen Tonnen Aluminium produziert. In Deutschland wird pro Jahr so viel Aluminium verbraucht wie in Asien, Afrika und Südamerika zusammen.

Rohstoff Bauxit
Wichtigster Rohstoff für die Herstellung hochwertiger Aluminiumprodukte ist das Erz Bauxit. Es wird überwiegend im Tagebau gefördert. Die bedeutendsten Abbaugebiete befinden sich in Ländern des Tropengürtels wie Australien, Guinea, Jamaika und Brasilien. Beim Bauxitabbau werden großflächig Landschaften zerstört, wie dies allgemein für den Tagebau charakteristisch ist, auch wenn in diesen Gebieten überwiegend eine Form der Rekultivierung angestrebt wird, die dem ursprünglichen Ökosystem möglichst nahe kommt.

Aluminiumeinsatz
Wegen der geringen Dichte von Aluminium wird dieses Metall gerne da verwendet, wo Masse bewegt werden muss, vor allem in der Verpackungsindustrie und der Luft- und Raumfahrt; Aus diesem Grund gewinnt der Werkstoff Aluminium im Fahrzeugbau zunehmend an Bedeutung. In Legierungen mit Magnesium, Silizium und anderen Metallen werden Festigkeiten in Strangpressprofilen erreicht, die denen von Stahl nur wenig nachstehen. Daher ist die Verwendung von Aluminium für die Gewichtsreduzierung sehr beliebt. Insbesondere im Flugzeugbau und in der Weltraumtechnik ist Aluminium der Werkstoff der Wahl. Kraftfahrzeughersteller nutzen den Werbeeffekt des Werkstoffes. Im Haushalt trifft man Aluminium in Form von Getränkedosen und Aluminiumfolie an, zuweilen auch als Kochtöpfe oder als Campinggeschirr. In den alten Bundesländern steht die Verpackungsindustrie beim Aluminiumverbrauch an dritter Stelle, hinter den Bereichen, Bau und Verkehr.

Energieverbrauch
Der Energieverbrauch zur Produktion einer t Aluminium ist Erfolgt die Aluminiumverhüttung direkt am Bauxitabbauort, so werden dort häufig riesige Stauseen angelegt, um eine billige Energieversorgung sicherzustellen. Dies führt, wie Beispiele aus Südamerika zeigen, zu Landschaftszerstörung und irreversiblen Schäden am Ökosystem.

Recycling
Aus metallurgischer Sicht macht es bei der Herstellung von Aluminiumprodukten keinen Unterschied, ob Aluminium, aus Bauxit gewonnen wird, oder bereits gebrauchtes Metall als Rohstoff eingesetzt wird. Vergleicht man recyceltes und neuproduziertes Aluminium miteinander in bezug auf Energieverbrauch, Wasser- und Luftbelastung bei der Herstellung, so schneidet das recycelte Aluminium eindeutig besser ab. So beträgt der Energieverbrauch beim Einschmelzen von Aluminium nur 5-10% des Energieverbrauchs bei der Neuproduktion. Für Verbundverpackungen aus Aluminium, Kunststoff und Pappe (z.B. H-Milchkartons, Saftkartons) bestehen z.Z. noch keine befriedigenden Recyclingmethoden was den Aluminiumanteil angeht.

Fazit
Aluminium nimmt innerhalb der Verpackungsmaterialien Glas, Polyethylen, Polystyrol, Papier und Weißblech eine absolute Spitzenreiterrolle in bezug auf Energieverbrauch, Wasser- und Luftverschmutzung bei der Produktion ein.
Deshalb: Verzichten Sie auf Getränke und Nahrungsmittel in Alu- oder Verbundverpackungen. Verpackungen aus Aluminium (mit Grünem Punkt) werden im Gelben Sack bzw. in der Gelben Tonne gesammelt.