Elektrogeräte – Rohstoffe der Zukunft
Vom 22. bis zum 30. November 2025 findet die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) statt – in diesem Jahr unter dem Motto „Reparieren statt Wegwerfen – Elektroschrott vermeiden“. Der Zero Waste Club des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (BAV) beteiligt sich mit einer Aktionsreihe, die sich an verschiedene Zielgruppen richtet, aber immer den nachhaltigen Umgang mit Elektroaltgeräten thematisiert.
Warum richtige Entsorgung so wichtig ist
In Deutschland fallen jährlich rund 1,8 Millionen Tonnen Elektroschrott an - etwa 18 Kilogramm pro Person. Millionen ungenutzte Handys, Tablets oder Laptops enthalten wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber und Kupfer, bleiben aber in Schubladen liegen oder werden falsch entsorgt. Eine längere Nutzung, Reparatur oder fachgerechte Abgabe schont Ressourcen und verringert Umweltbelastungen.
Doch gerade versteckte Elektrogeräte, wie blinkende Turnschuhe oder Grußkarten mit Musikchips, landen häufig im Rest- oder Verpackungsabfall. Das führt zu Rohstoffverlusten und kann durch enthaltene Batterien sogar Brände verursachen.
Mit der Kampagne macht der Zero Waste Club auf diese Problematik aufmerksam und bringt das Thema Elektroschrott mit anschaulichen Aktionen direkt in die Rathäuser, Schulen und Betriebe des Oberbergischen Kreises und des Rheinisch-Bergischen Kreises.
Aktionen im Oberbergischen Kreis und im Rheinisch-Bergischen Kreis
Den Auftakt der Kampagne „Elektroaltgeräte – Rohstoffe der Zukunft“ machte der Zero Waste Club am Montag, 24. November, zunächst in den Gemeinden Engelskirchen und Reichshof sowie in den Stadtwerken in Rösrath und der Stadtverwaltung Wermelskirchen. Ein Exponat zeigt anhand von Alltagsbeispielen, welche Dinge häufig „versteckte oder passive“ Elektrogeräte sind und erklärt in Kombination mit Infomaterialien, weshalb fachgerechte Entsorgung so wichtig ist.
Das Informationsmodul wandert bis Ende 2026 durch alle 21 Kommunen des BAV-Verbandsgebiets. Zu Beginn jeder Station steht die Abfallberatung persönlich für Fragen zur Verfügung.
Als erste Schule nimmt die Jakob-Moreno-Förderschule aus Gummersbach am Lernmodul „(K)eine Geheimsache: Den Fragen rund um Elektrogeräte & Batterien auf der Spur“ des außerschulischen Lernortes auf :metabolon teil.
Das Angebot steht allen Schulen beider Kreise offen - ebenso wie die Möglichkeit, die Abfallberatung mit der Handysammeltonne an die Schule zu holen. Die ersten Stationen der Abfallberatung waren dabei das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Wiehl und das Otto-Hahn-Gymnasium in Bensberg. Neben der Handysammlung gibt es einen Vormittag lang kurze Lerneinheiten von einer Viertelstunde pro Klasse zu den Themen „Rohstoffquelle Handy – zu wertvoll für die Schublade“ und „Brandgefährlich – Falsch entsorgte Batterien und Akkus“.
Auch lokale Unternehmen werden eingebunden: Der Zero Waste Club unterstützt Betriebe, die Aktionen zur nachhaltigen Nutzung von Elektrogeräten umsetzen – etwa durch Informationsmaterialien, Tausch- oder Reparaturinitiativen und Handysammelaktionen im Betrieb. Den Aufschlag im Oberbergischen Kreis macht die H&K Müller GmbH & Co. KG in Engelskirchen und im Rheinisch-Bergischen Kreis die BARLOG Plastics GmbH in Overath. Gemeinsam mit der BAV-Abfallberatung werden hier die ersten Handys in der Belegschaft gesammelt.
Zeitgleich zum Kampagnenstart stellt der BAV auf allen kommunalen BAV-Wertstoffhöfen (ausgenommen Bergneustadt) Handysammeltonnen auf. Bürgerinnen und Bürger können dort ausgediente Handys abgeben und sie auf diesem Weg dem fachgerechten Recycling zuführen.
Zero Waste Club setzt Zeichen für Ressourcenschonung
Der Zero Waste Club des BAV steht für praktische Abfallvermeidung im Alltag. Nach Formaten wie dem Bergischen Tauschrausch oder der Kostümbörse setzt der BAV mit der neuen Kampagne einen weiteren Schwerpunkt auf Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft.
Weitere Informationen und Termine zur Kampagne „Elektroaltgeräte – Rohstoffe der Zukunft“ gibt es unter www.bavweb.de/abfallberatung.