linear wird zirkulär – Zukunft Kreislaufwirtschaft

15 Produktdesign: Wie müssen wir Produkte konzipieren, damit wir bei Herstellung, Verpackung, Transport etc. möglichst wenig Rohstoffe und Energie verbrauchen? Wie lassen sich Produkte so entwickeln, dass sie reparierbar, langlebig und mehrfach verwendbar sind und dass die Bestandteile dieser Produkte am Ende des Lebenszyklus („end of life“) recycelt werden können? Herstellung: Wie können wir Herstellungsprozesse optimieren, sodass dabei möglichst wenige Nebenprodukte und Reststoffe anfallen? Wo können Produktionsabfälle wie Industrieabwärme oder Sekundärrohstoffe wie Rezyklate anstelle von Primärrohstoffen zum Einsatz kommen? Welche ökologischen Alternativen gibt es zu nicht nachwachsenden Rohstoffen, und besonders zu Schadstoffen, die es vom Kreislauf auszuschließen gilt? Verbrauch & Nutzung: Wie lassen sich nachhaltige, ressourcenschonende Lebensstile in der Breite der Gesellschaft verankern? Wie können wir zum Beispiel den Umlauf kurzlebiger Produkte beenden und bewussten, auch gemeinschaftlichen Konsum fördern: tauschen und leihen statt kaufen; nutzen statt besitzen? Wie sieht ein nachhaltiges Beschaffungswesen öffentlicher und privater Unternehmen aus? Sammlung: Wie stellen wir sicher, dass die verschiedenen Abfälle von Haushalten, Gewerbe und Industrie sortenrein nach Stoffströmen getrennt, gesammelt und sortiert werden, damit sie einer optimalen Verwertung zugeführt werden können? Verwertung: Welche Möglichkeiten haben wir, um gebrauchte, aber intakte oder reparierbare Produkte und Materialien wiederzuverwenden? Wie lassen sich Abfälle recyceln, sodass hochwertige Sekundär- rohstoffe daraus entstehen, die in den nächsten Design- und Herstellungsprozess einfließen können? Welche Aufbereitungs- techniken gibt es hierfür bereits, welche müssen wir noch entwickeln? Wie lässt sich auch die energetische Verwertung von Abfällen optimieren?

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