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04.12.2018

Workshop: Einsatz mineralischer Sekundärrohstoffe aus dem Baubereich im Hoch- und Tiefbau - Standortbestimmung in NRW -

Das Netzwerk zirkuläre Wertschöpfung :metabolon hatte im Namen des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW (MULNV) am 4. Dezember 2018 zum Workshop „Einsatz mineralischer Sekundärrohstoffe aus dem Baubereich im Hoch- und Tiefbau“ in das Entsorgungszentrum Leppe eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, die Herausforderungen sowie Chancen des Einsatzes mineralischer Sekundärrohstoffe im Hoch- und Tiefbau in NRW herauszuarbeiten. Das Teilnehmerfeld bestand aus Vertretern von Abbruch-, Aufbereitungs- und Bauunternehmen, Verbänden, der öffentlichen Hand, Kommunen und der Politik. Dr. Thomas Buch, stellvertretender Leiter der Abteilung „Kreislaufwirtschaft, Bodenschutz und Wasserwirtschaft“ im MULNV zeigte sich in seiner Begrüßungsrede sehr erfreut über das große Interesse an dieser Veranstaltung.

Aufbauend auf Impulsvorträgen, die die aktuelle Situation rund um Recyclingbaustoffe beleuchteten, wurden an vier Thementischen inhaltliche Details zu ausgewählten Fragestellungen von den Teilnehmern intensiv diskutiert. Dabei wurde u. a. übereinstimmend die Verabschiedung einer bundeseinheitlichen Regelung für den Einsatz von RC-Baustoffen (Mantelverordnung) als die Maßnahme mit höchster Priorität eingestuft. Damit würde die zwingend erforderliche, bundeseinheitliche rechtliche Grundlage für die Verwertung von mineralischen Abfällen sowie des Einsatzes von Ersatzbaustoffen geschaffen. Die Technik zur Herstellung von hochwertigen rezyklierten Gesteinskörnungen ist vorhanden, allerdings mangelt es auf den verschiedenen Ebenen häufig noch an der Akzeptanz für diese Materialien.

Das fehlende Wissen bei Planern und Bauherren über die Potenziale von RC-Baustoffen sowie über die Möglichkeiten, die auch im Rahmen von öffentlichen Vergabeverfahren bereits bestehen, erweisen sich aktuell als Hemmnisse für den Einsatz. Hier ist zwingend ein weiterer Wissenstransfer aber auch die Umsetzung von Pilotprojekten notwendig. Dafür wünschten sich die Teilnehmer, dass die öffentlichen Verwaltungen eine Vorreiterrolle übernehmen. Der zunehmende Einsatz von multifunktionellen Verbundbaustoffen wird für die Zukunft weitere Herausforderungen bringen, denen sich die Kreislaufwirtschaft stellen muss.

Die im Rahmen der Veranstaltung gewonnenen Erkenntnisse werden vom Institut für Infrastruktur, Wasser, Ressourcen und Umwelt an der FH Münster analysiert und bewertet, um darauf aufbauend einen Maßnahmenkatalog für das weitere Vorgehen gemeinsam mit dem Ministerium zu entwickeln. Eine Fortführung des Austausches zwischen den Akteuren auf den verschiedenen Handlungsebenen ist geplant.

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