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19.11.2019

Europäische Woche der Abfallvermeidung 2019

Wertschätzen anstatt Wegwerfen – mit und voneinander Lernen

Vom 16. bis 24. November 2019 fand Europas größte Kommunikationskampagne für Abfallvermeidung statt - die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV). Tausende öffentliche Aktionen zeigten bereits zum zehnten Mal europaweit Alternativen zur Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverschwendung auf. Durch bewussten Konsum, Abfallvermeidung, Recycling und das richtige Entsorgen von Abfällen können Emissionen eingedämmt und das Klima aktiv geschützt werden. Der allerbeste Weg ist es natürlich, Abfälle gar nicht erst entstehen zu lassen. Getreu diesem Leitsatz ist das Motto der diesjährigen Europäischen Woche der Abfallvermeidung „Wertschätzen anstatt Wegwerfen“.

Hierzu führte der Bergische Abfallwirtschaftsverband mehrere Aktionen durch.

Lebensmittel wertschätzen – gemeinsam kreativ und nachhaltig kochen

Bei der EWAV 2018 führte der BAV zum ersten Mal eine kreative Kochaktion gegen Lebensmittelverschwendung mit der Sekundarschule TOB Wiehl am Lernort :metabolon durch. In diesem Jahr wurde die  „gemeinsame, kreative und nachhaltige Kochaktion“ am 19. November 2019 in der Schule selbst durchgeführt. Im Vorfeld betrachteten die Schülerinnen und Schüler des MINT-Kurses (7. Klasse) kritisch ihr eigenes Verhalten zum Umgang mit Lebensmitteln. Sie recherchierten und arbeiteten heraus, wo und wie viele Lebensmittel in welchen Lebensbereichen verschwendet und in die Tonne geworfen werden. Zuhause nahmen sie die Vorratsschränke genauer unter die Lupe durchforsteten sie  nach abgelaufenen bzw. bald ablaufenden Lebensmitteln. Die Ergebnisse wurden in der Klasse zusammengetragen.

Der Aktionstag startete mit einer Kurzübersicht der Arbeitsergebnisse der 21 Schülerinnen und Schüler. Nachfolgend erarbeiteten sie in Kleingruppen, wie man ganz konkret  Lebensmittel wertschätzen kann. Wie lassen sich die Bioabfälle verringern? Wie werden Lebensmittel richtig gelagert, damit sie möglichst lange haltbar sind? Was bedeutet Verbrauchsdatum und Mindesthaltbarkeitsdatum genau? Wie sieht die nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln aus.  Welche Folgen hat die Lebensmittelverschwendung? Was kann jeder von den Schülern ganz konkret gegen Lebensmittelverschwendung tun, wenn z.B. eine Party geplant wird. Wie kann man Lebensmittelreste retten?

Nach der Vorstellung der Gruppenarbeitsergebnisse und Diskussion, ging es zur kreativen Lebensmittelwertschätzung über. Von Wochenmärkten wurde krummes, nicht mehr ganz so schönes Gemüse und Obst eingesammelt oder aus dem eigenen Garten mitgebracht. Die Jugendlichen überlegten gemeinsam, welches Gemüse und Obst wie verarbeitet werden sollte. Umgesetzt wurden Gurkensalat, zwei verschiedene Gemüsesuppen, Fritten und Chips aus Kartoffeln und Süßkartoffeln, Gemüsewraps und eine bunte Obstspeise. Mit Feuereifer gingen die Jugendlichen in Eigenregie ans Kochen. Beim gemeinsamen Schnippeln sprach man über die verschiedenen Gemüsesorten und tauschte Erfahrungen aus.  Den Abschluss bildete das gemeinsame Essen aus den geretteten Lebensmitteln.

Abfallvermeidung und ich – was kann ich persönlich in meinem Alltag dafür tun?

Am 21. November 2019 startete eine Lerneinheit für Grundschulen zum Thema Abfallvermeidung und ich – Was kann ich persönlich in meinem Alltag dafür tun? am Lernort :metabolon. Diese wurde von einer 2. Klasse der Sonnenschule Bergneustadt getestet.

Schon im Vorfeld  hatten die 23 Kinder das Einkaufsverhalten Ihrer Eltern und anderer Menschen aufmerksam betrachtet. Was wird eingekauft und wie ist es verpackt? Diese Erfahrungen fassten  die Kinder am Aktionstag kurz zusammen und kauften dann selbst“ abfallvermeidend im „Leppe Shop ein. In munterer Diskussion wurden gemeinsam Einkaufstipps für Groß und Klein entwickelt. Beim Bewegungs-Memory wurden  auch die Gegenstände im Alltag der Kinder unter die Lupe genommen und wie man sie durch nachhaltigere, langlebigere Alternativen ersetzen kann.

Der Aktionstag endete mit dem „Spielzeugwichteln“. Hierfür hatte jedes Kind ein Spielzeug von Zuhause mitgebracht, das es nicht mehr behalten wollte. Nach der zufälligen Verteilung wurde  mit den Kindern besprochen, was man tun kann um seine eigenen Sachen wertzuschätzen. Und was tue ich mit Spielzeugen, die man nicht mehr so gerne mag oder für man zu groß geworden ist. Es wurde munter unter einander getauscht. Ein lila Kuscheltierhase wurde von einem Jungen gezogen. Er dachte direkt an seine kleine Schwester. Viele Kinder haben die erhaltenen Wichtelgeschenke für bedürftige Kinder gespendet.

Die Aktionswoche zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung wird seit 2009 durch die Europäische Union gefördert. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) koordiniert die Aktivitäten für Deutschland. Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit und Bau mit Mitteln zur Unterstützung der Europäischen Klimaschutzinitiative gefördert und vom Umweltbundesamt begleitet.

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