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06.11.2018

DigiHand – Digitalisierung des Handwerks erleben – eine Ausstellung zum Anfassen

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wurde unter der Leitung des izt - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung mit verschiedenen namhaften Projektpartnern - unter anderem dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie - die Ausstellung „DIGIHAND - Digitalisierung des Handwerks erleben“ entwickelt. Das Thema der Ausstellung richtet sich am Wissenschaftsjahr 2018 aus.

Das Wissenschaftsjahr 2018 widmet sich dem Thema Arbeitswelten der Zukunft. Durch die Digitalisierung, alternative Arbeitsmodelle und die Entwicklung künstlicher Intelligenz stehen Forschung und Zivilgesellschaft vor neuen Chancen und Herausforderungen: Wie werden die Menschen in Zukunft arbeiten? Wie machen sie sich fit dafür? Und welche Rolle spielen Wissenschaft und Forschung bei der Gestaltung eben dieser neuen Arbeitswelten?

Das Wissenschaftsjahr 2018 zeigt, welchen Einfluss soziale und technische Innovationen auf die Arbeitswelten von morgen haben – und wie diese nicht nur den Arbeitsalltag verändern, sondern auch neue Maßstäbe im gesellschaftspolitischen Dialog setzen. „Erleben. Erlernen. Gestalten.“ – unter diesem Motto werden Bürgerinnen und Bürger im Wissenschaftsjahr 2018 dazu aufgerufen mitzumachen, Fragen zu stellen und gemeinsam Lösungsansätze zu finden.

Begleitet von Mitarbeitern des izt - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und des Wuppertal Instituts fand die Ausstellung am 6. und 7. November 2018 Platz im zdi-Schülerlabor MINT LAB auf :metabolon. Im Zuge dessen hatten Schulen aus dem Oberbergischen Kreis die Möglichkeit, sich für den Besuch der Ausstellung anzumelden. Die ersten Gäste in der Ausstellung waren Schülerinnen und Schüler der Realschule Gummersbach-Steinberg.

Wie kann ein 3D-Drucker den Arbeitsalltag eines Handwerkers erleichtern? Welche Rolle kann Augmented Reality spielen? Und welche Möglichkeiten stecken eigentlich hinter dem Begriff des Smart Home? Diese beispielhaften Themen, die sich in der Ausstellung wiederfinden, sind im Alltag der Schülerinnen und Schüler bereits wie selbstverständlich vorhanden. Doch welchen Einfluss können diese Techniken auf den Arbeitsalltag in Handwerksberufen haben und diesen altbekannten Berufsbildern so vielleicht einen ganz neuen, modernen und innovativen Charakter verleihen? Diesen spannenden Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler an den insgesamt acht interaktiven Ausstellungsmodulen nach.

Die Aktion wurde in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, dem Oberbergischen Kreis, der Wirtschaftsförderung Oberberg sowie der Ausbildungsinitiative Oberberg umgesetzt. Zudem kooperiert das Schülerlabor mit der Firma B.E.G. Brück Electronic GmbH aus Lindlar. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit waren zudem Fachmitarbeiter vor Ort, die mit den Schülerinnen und Schülern selbst Modelle für intelligente Lichtsteuerung programmierten.

Die Vertreter der Kooperationspartner zeigten sich begeistert über die Ausrichtung der Ausstellung, welche eben nicht nur klassischerweise die Industrie beleuchtet, sondern sich dem Thema der Digitalisierung von Handwerksseite aus nähert. Denn auch hier gebe es zahlreiche Chancen und Möglichkeiten, Arbeitsabläufe und Prozesse zu vereinfachen und zu verbessern. Es gelte aber zum aktuellen Zeitpunkt, Ängste und Vorbehalte zu zerstreuen und durch diese enormen Fortschritte den Gewinn der handwerklichen Berufsbilder zu sehen, welche sich nun mal modernisieren müssen, wenn sie langfristig auf Interesse bei den späteren, potenziellen Auszubildenden und Mitarbeitern stoßen wollen.

Warum die Ausstellung auf :metabolon Halt macht, wo eigentlich Ressourcen und Energieformen der Zukunft die vorherrschenden Themen sind? Gerade am Standort Leppe, also im Bereich der Abfallwirtschaft, hat das Thema Digitalisierung längst Einkehr gehalten. Die Schonung von Ressourcen ist auf :metabolon ein zentrales Thema. Diese kann langfristig nur durch die Verbesserung von Produkten, Prozessen und Materialien erfolgen. Und genau solche Ansätze werden von :metabolon unterstützt und mit erarbeitet. Zudem geht es aber auch um den Wissenstransfer und – besonders im Schülerlabor  - neben der Studienorientierung auch um die Berufsorientierung im handwerklichen und technischen Bereich.

Bis zum Jahresende wir die Ausstellung noch in München, Heidelberg und Remscheid zu sehen sein.

 

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