MINT for Future: Mit cleveren Technologien deine Zukunft gestalten

Wie können innovative Technologien dabei helfen, den Klimawandel zu bekämpfen? Und welche Rolle spielen dabei erneuerbare Energien und nachhaltige Kreislaufwirtschaft? Diesen Fragen gingen Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren im Rahmen des Ferienprogramms „MINT for Future“ der Stiftung Wissen der Sparkasse KölnBonn auf den Grund.

In der vergangenen Woche tauchten die Jugendlichen in spannende MINT-Themen ein – mit wechselnden Partnern, vielfältigen Perspektiven und praktischen Einblicken in technische Berufe. Dabei ging es an das Cologne Innovation and Transfer Lab der TH Köln, zum Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis GmbH und auch zur RheinEnergie AG. Den Abschluss bildete der Besuch am Innovationsstandort :metabolon. Dort erwartete die Teilnehmenden ein interaktives Programm im zdi-Schülerlabor MINT Lab.

Im Fokus stand die Frage: Wie wird aus einer ehemaligen Deponie ein Ort für Innovation, Forschung und Bildung? Bei einer Führung über das Gelände erfuhren die Jugendlichen mehr über die Transformation des Standorts sowie über aktuelle Herausforderungen rund um Energie, Ressourcen und Nachhaltigkeit. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Konzept der Circular Economy – der nachhaltigen Nutzung von Materialien in geschlossenen Kreisläufen.

Nachdem die Gruppe den :metabolon Gipfel bestiegen hatte und der Rückweg durch die Rutsche mit Spaßfaktor beschleunigt wurde, wurde es im MINT Lab praktisch: In Modellversuchen untersuchten die Teilnehmenden, welche Faktoren bei der Planung von Standorten für erneuerbare Energieanlagen eine Rolle spielen. Doch auch das „Ende“ wurde mitgedacht: Anhand einer Windenergieanlage wurden Materialien und Komponenten wie Rotorblätter oder Fundamente analysiert – unter dem Aspekt, wie gut sie sich recyceln lassen.

Ein spannender Fakt: Rund 80–90 % der Gesamtmasse einer Windenergieanlage können bereits heute recycelt und in bestehende Wertstoffkreisläufe zurückgeführt werden. Doch es gibt auch noch Herausforderungen – etwa bei den in Rotorblättern verwendeten Verbundstoffen. Hier sorgen neue Technologien wie lösliche Harze für Fortschritte: Sie ermöglichen ein besseres Recycling und kommen bereits beim Bau neuer Anlagen zum Einsatz.

Für ein überraschendes Aha-Erlebnis zum Abschluss sorgte ein Blick unter die Meeresoberfläche: Die Jugendlichen untersuchten Unterseekabel – und fanden heraus, was diese mit Windeln zu tun haben. In beiden kommen sogenannte Superabsorber-Polymere zum Einsatz: Hochleistungs-Kunststoffe, die Wasser binden und selbst unter Druck nicht wieder abgeben – ein cleverer Schutzmechanismus bei Kabelbeschädigungen.