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25.03.2022

Impulsgeberin mit viel Freude an der Arbeit

Große Anerkennung für die Leistungen von Prof. Dr. Astrid Rehorek bei der Abschiedsfeier auf dem Lehr- und Forschungszentrum :metabolon der TH Köln

25.03.2022 - Sie war „Impulsgeberin“, „in vielen Funktionen sehr erfolgreich“, „immer bereit, sich auch auf spinnerte Ideen einzulassen“: Viel Lob und Anerkennung erfuhr die unermüdliche Forscherin und Hochschullehrerin Prof. Dr. Astrid Rehorek bei ihrer feierlichen Verabschiedung in den Ruhestand Ende März 2022. In einer Feierstunde am Lehr- und Forschungszentrum :metabolon würdigten Mitglieder des TH-Präsidiums, Lehrende der TH Köln und die Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes ihre herausragenden Leistungen in Lehre und Forschung.

Gründungsdekanin am Standort Leverkusen

TH-Präsident Prof. Dr. Stefan Herzig hat ganz persönliche Erinnerungen an seine Zusammenarbeit mit Prof. Rehorek, wie er in seiner Rede deutlich machte. In der damaligen Funktion als Institutsleiter für Pharmakologie an der Universität Köln wurde er angesprochen auf seine Mitwirkung bei der Gründung des neuen Studiengangs „Pharmazeutische Chemie“ am Standort Leverkusen der damaligen Fachhochschule Köln. Er war zunächst misstrauisch, wieso ein solches Fach an einer Fachhochschule aufgebaut werden sollte. Die damalige Gründungsdekanin Rehorek konnte seine Bedenken aber schnell zerstreuen und ihn dazu bewegen, in Berufungskommissionen für die neuen Professuren mitzuwirken. Der TH-Präsident dankte seiner Kollegin insbesondere für ihren Einsatz als Impulsgeberin auf :metabolon, dessen Schwerpunkt „Zirkuläre Wertschöpfung“ inzwischen bei fast allen Fakultäten der TH Inhalt von Forschung und Lehre ist.

Prof. Dr. Klaus Becker, TH-Vizepräsident für Forschung und Transfer, hob hervor, dass Prof. Rehorek seit ihrem Abitur alle Abschlüsse „mit Auszeichnung“ gemacht hat. Sie habe, so Becker, maßgeblich am Aufbau des Forschungsinstituts „STEPS“ mitgewirkt. Eine besondere Leistung sei auch, dass sie seit 2007 alle zwei Wochen ein Doktorandenseminar geleitet habe.

Mülldeponie zum Forschungszentrum umgewandelt

Sehr emotional formulierte Monika Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (BAV), ihre Verabschiedung. Prof. Rehorek habe mit „wahnsinnigem Engagement“ immer wieder große Fortschritte für den Standort :metabolon erzielt. Zusammen mit Prof. Dr. Michael Bongards sei sie mit viel Kreativität und Durchhaltevermögen bereit gewesen, die „spinnerte Idee“ umzusetzen und eine Mülldeponie zum Forschungszentrum zu machen. Ihre Forschungsergebnisse bei der Behandlung von Deponiesickerwasser hätten dem BAV „richtig viel Geld gespart“.

Prof. Dr. Christian Kohls, Dekan des Campus Gummersbach, hob Prof. Rehoreks Einsatz für das Promotionskolleg NRW hervor. Unter anderem durch ihre Mitwirkung sei :metabolon so bedeutend geworden. Alle Studierenden, so Kohls, sollten einmal während ihres Studiums in Gummersbach auf den Lindlarer Forschungsstandort kommen. Unkonventionell und lösungsorientiert habe Prof. Rehorek gearbeitet, so Prof. Dr. Christian Malek, Leiter des Instituts :metabolon. Er schenkte ihr eine Grubenlampe, damit sie auch in Zukunft immer den richtigen Weg finden könne.

25 Jahre Lehre und Forschung an der TH Köln

Abschließend sprach Prof. Rehorek über ihre Vergangenheit als Forscherin und Hochschullehrerin und zeigte dabei Fotos ihrer Lebensstationen. Sie hat in der DDR Chemie studiert und promoviert und war nach der Wiedervereinigung in den Westen gekommen. 1996 wurde sie Professorin für Chemie und chemische Prozess- und Analysetechnik an der damaligen Fachhochschule Köln. (vgl. Infokasten). Als Gründungsdekanin der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften in Leverkusen freute sie sich besonders über die ersten Studierenden dort, das seinen damals „tolle Pioniere“ gewesen. Sie lobte ausdrücklich die großartige Zusammenarbeit mit dem BAV, so etwas habe sie mit keinem anderen Unternehmen erlebt.

Jetzt sei sie heilfroh, dass sie ihre Projekte an eine so kompetente Nachfolgerin wie Miriam Sartor vererben könne. Es sei an der Zeit, zurückzutreten, immerhin habe sie ja schon eine Urenkelin. Aber sie werde dem Promotionskolleg erhalten bleiben, und auch dem Projekt „Bergische Ressourcenschmiede“. Für sie sei es immer wichtig gewesen, Freude an ihrer Arbeit und an den vielen menschlichen Kontakten zu haben. Erfolg zu haben, sei eigentlich nicht schwer: „Man muss einfach dranbleiben!“

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