Zur Entwicklung eines stimmigen Gesamtkonzeptes für :metabolon, das die unterschiedlichen Projektbausteine sinnvoll miteinander verknüpft und gleichzeitig vertiefende Aussagen zur Qualität von Gebäuden und Freiflächen trifft, wurde ein städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb durchgeführt. Das Einführungskolloquium fand am 18.08.07 auf der ZD Leppe statt. Ziel ist die Einbindung der Deponie in die Umgebung bei gleichzeitiger Neuausrichtung des Geländes und seiner Nutzungen [Forschung und Entwicklung, Nachhaltiges Gewerbegebiet, Lern- und Erfahrungsort, Freizeit und Erholung].
Auf der umfangreichen Deponiefläche soll eine Mischung verschiedener Nutzungen die Funktionalität und Akzeptanz sichern. Neben den notwendigen Einrichtungen zum Betrieb und der Nachsorge der Deponie sollen thematisch verwandte Betriebe für Recycling, Rohstoffumwandlung sowie der alternativen Energiegewinnung installiert werden. Darüber hinaus soll eine innovative Lernlandschaft alle Aspekte des Standortes dokumentieren und weitergeben und damit über ein Informationszentrum im herkömmlichen Sinne hinausgehen.
Es gilt eine Strategie zu entwickeln, welche die Qualität, funktionale wie ästhetische Aspekte des Standortes sichert und ausbaut. Gleichzeitig soll sie so flexibel sein, dass auf sich verändernde Umstände sowie auf einen weiteren Ausbau einfach und wirkungsvoll eingegangen werden kann. Für die Landschaft werden Vorschläge gemacht, wie die Erfahrbarkeit der räumlich-ästhetischen Qualitäten verbessert und eine enge Verzahnung mit dem Lernort realisiert werden kann. :metabolon wird auch weiterhin für einen sich stetig wandelnden Standort stehen. Es geht also nicht nur um die Definition eines attraktiven Endzustandes, sondern um die Gestaltung eines Prozesses, der zu jedem Zeitpunkt von hoher inhaltlicher und räumlicher Qualität ist.
Das Preisgericht
Beim Preisgericht wurden am 09.11.07 gemäß der Auslobung die Kriterien landschaftlich-räumliches Konzept, Gestaltungs- und Nutzungsqualität sowie funktionale Qualität sowie die Realisierbarkeit/ Wirtschaftlichkeit bei der Beurteilung der 15 eingereichten Arbeiten angewendet.
Das Preisgericht, bestehend aus Landschaftsplanern/ Architekten der Architektenkammer und Vertretern der Bezirksregierung, des Rheinisch- und Oberbergischen Kreises sowie der Stadt Leverkusen, der Gemeinden Engelskirchen und Lindlar, der Ministerien, der AVEA, des BAV und der Regionale 2010-Agentur, prämierte folgende Teams als Preisträger:
- 1. Preisträger: FSW Landschaftsarchitekten/ Pier7-Architekten aus Düsseldorf
- 2. Preisträger: Atelier Loidl/ ASTOC GmbH & Co.KG aus Berlin bzw. Köln
- 3. Preisträger: Latz und Partner aus Kranzberg
- 4. Preisträger: Landschaft planen+bauen NRW GmbH/ Koschany+Zimmer - Architekten KZA aus Dortmund bzw. Essen
Als nächster Schritt ist es erforderlich, den Entwurf des 1. Preisträgers, den Anmerkungen des Preisgerichts folgend, überarbeiten zu lassen und hieraus eine Planung inkl. eines Zeit-, Kosten- und Maßnahmenplanes zu entwickeln. Hierbei ist die Abstimmung mit der bereits beauftragten Erstellung des Bearbeitungsplanes herbei zu führen. Mit dem Wettbewerb ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung A-Qualifizierung des Regionale-Projektes :metabolon , voraussichtlich im Mai 2008, getan worden.
Freiraumplanerisches Gesamtkonzept
Freiraumplanerisches Gesamtkonzept (details)