:metabolon begeistert NRW Umweltminister Eckhard Uhlenberg

Erste Station beim Antrittsbesuch von NRW Umweltminister Eckhard Uhlenberg im Oberbergischen Kreis am 09. August 2006 war die Deponie Leppe in Lindlar-Remshagen. Statt ins Kreishaus nach Gummersbach führte Landrat Hagen Jobi den Minister zum aktiven Entsorgungsstandort der Region. "Dies ist die interessanteste Deponie, die ich bisher kennen gelernt habe" war das überaus positive Resumee des Ministers. Monika Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes, informierte in Ihrem Vortrag sowie an Ort und Stelle über die umweltgerechte Deponienachsorge durch den BAV. Den Betrieb der aktiven Anlagen des Entsorgungszentrums erläuterte AVEA Geschäftsführer Jochen Leinert.

Die Besonderheit dieses Standortes weist jedoch über die derzeitige Nutzung und Funktion weit in die Zukunft hinaus. Unter dem Motto Zukunft Leppe :metabolon wird der einstige Deponiestandort zu einem Kompetenzzentrum für Stoffumwandlung entwickelt. Hierzu gehören insbesondere die Gewinnung nachwachsender Rohstoffe und die Erzeugung erneuerbarer Energie. Für die Ansiedlung standortbezogener Betriebe der Umweltbranche in einem ökologischen Gewerbegebiet bieten das voll erschlossene Areal beste Voraussetzungen. Aber auch die Öffnung für die Bevölkerung sowie die Nutzung als authentischer außer(hoch)schulischer Lernort stehen auf der Tagesordnung. Nach Überzeugung von Lindlars Bürgermeister Dr. Hermann-Josef Tebroke gibt das Zukunftskonzept :metabolon den benachbarten Gemeinden starke wirtschaftliche und kulturelle Impulse. Wichtiger Partner für die Umsetzung der Zukunftspläne ist die Regionale 2010, das Strukturprogramm des Landes NRW. Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführer der Regionaleagentur gab dem Minister und der hochrangigen Besuchergruppe einen Überblick zum derzeitigen Stand der Regionaleprojekte. Die Leppe gehört mit vier weiteren technisch- naturwissenschaftlich geprägten Standorten in der Region Köln/Bonn zur Projektfamilie "gärten der Technik". Vorne v.l.n.r.: Jochen Leinert Geschäftsfüher AVEA, Bodo Löttgen Landtagsabgeordneter OBK, Eckhard Uhlenberg Umweltminister NRW, Monika Lichtinghagen-Wirths Geschäftsführerin BAV, Hagen Jobi Landrat OBK, Hermann-Josef Tebroke Bürgermeister Lindlar. Hinten v.l.n.r.: stellv. Vorsitzender Verbandsversammlung Reinhold Müller, Uwe Stranz OBK, Volker Dürr OBK, Jochen Hagt OBK, Dr. Reimar Molitor Geschäftsführer Regionale 2010, Dr. Jörn Nürnberger OBK Vorne v.l.n.r.: Jochen Leinert Geschäftsfüher AVEA, Bodo Löttgen Landtagsabgeordneter OBK, Eckhard Uhlenberg Umweltminister NRW, Monika Lichtinghagen-Wirths Geschäftsführerin BAV, Hagen Jobi Landrat OBK, Hermann-Josef Tebroke Bürgermeister Lindlar. Hinten v.l.n.r.: stellv. Vorsitzender Verbandsversammlung Reinhold Müller, Uwe Stranz OBK, Volker Dürr OBK, Jochen Hagt OBK, Dr. Reimar Molitor Geschäftsführer Regionale 2010, Dr. Jörn Nürnberger OBK Der Minister und die Besuchergruppe, der auch Vertretern des Oberbergischen Kreises und der BAV Verbandsversammlung angehörten, informierten sich abschließend bei einem Rundgang über die bisherigen Schritte in Richtung :metabolon. Faszinierend war der Aufstieg zum höchsten Punkt der Deponie. Der mit schwarzer Folie abgedeckte Bereich vermittelt eine besondere Atmosphäre, die die Besucher und insbesondere den Minister zu kreativen Ideen zur Nutzung des Areals inspirierte. Zu bewundern gab es darüber hinaus die 1:1 Umsetzung studentischer Entwürfe zur künstlerischen und inhaltlichen Entwicklung des :metabolon. Die im Mai während eines dreitägigen Intensivseminars auf Leppe entwickelten Konzepte und Gestaltungsideen dienen als Grundlage für einen städtebaulichen Wettbewerb zur architektonisch - künstlerischen Einbettung und zeichenhaften Betonung der zukünftigen Nutzung.

Einige der fantasievollen Gestaltungsideen und Nutzungskonzepte der Sudenten können zum Tag der offenen Tür am 17.09.2006 bestaunt werden. Umweltminister Uhlenberg kündigte zum Abschied an, er werde den Besuch des Zukunftsstandortes Leppe :metabolon auch anderen Referaten in der Landesregierung empfehlen und die weitere Entwicklung mit Interesse verfolgen.