Klimaschutzinitiative: Reduzierung von Treibhausgasemissionen, Zentraldeponie Leppe

Die Zentraldeponie Leppe wurde von 1982 bis Herbst 2004 vom Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV) mit unvorbehandelten Siedlungsabfällen beschickt und befindet sich in der Stilllegungsphase. Neben den herkömmlichen Stilllegungsmaßnahmen erfolgten umfangreiche Baumaßnahmen im Zuge der Gestaltung der Deponie für das Projekt :metabolon zur Regionale 2010, insbesondere die Schüttung eines Kegels in den Deponieabschnitten DA4 und DA5. Zur Steuerung der Prozesse im Deponiekörper und zur Verbesserung des Deponieverhaltens werden in diesem Bereich Infiltrationsmaßnahmen durchgeführt.

Als eine der wesentlichen Emissionen neben dem Sickerwasser ist die Deponiegasproduktion zu nennen. Die bisherigen Überwachungsergebnisse zum Gashaushalt sowie Referenzerfahrungen vergleichbarer Siedlungsabfalldeponien weisen darauf hin, dass noch mit nennenswerten Deponiegasemissionen über viele Jahre bis zu mehreren Jahrzehnten zu rechnen ist. Folglich wird aus Gründen des Emissions- und Klimaschutzes weiterhin eine Gaserfassung und -behandlung erforderlich sein, die sich noch über einen längeren Zeitraum erstrecken kann.

Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen des Projektes »Klimaschutzinitiative: Einsatz geeigneter Technologien zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei stillgelegten Siedlungsabfalldeponien. Zentraldeponie Leppe, Engelskirchen« geprüft werden, ob das Emissionsverhalten der jüngeren Deponieabschnitte neben der Infiltration durch ergänzende Maßnahmen wie eine Deponiebelüftung nachhaltig verbessert werden kann, um sowohl dem Emissions- und Klimaschutz als auch einer wirtschaftlichen Vorgehensweise zur weiteren Deponiestilllegung und -nachsorge Rechnung zu tragen.