Die Tätigkeiten im FÖJ sind natürlich eng mit den Arbeitsbereichen des BAV verbunden. Die Umweltbildung ist schon jahrelanger und wichtiger Bestandteil der Abfallberatung des BAV. Der Schwerpunkt Landschaftspflege ergibt sich aus der Neugestaltung der Deponie zu einem außerschulischen Lern -und Erfahrungsort, an dem auch Freizeit und Erholung eine wichtige Rolle spielt. Der technischen Umweltschutz am Standort umfasst den Bereich der Deponienachsorge mit Sickerwasser, Deponiegas, Umweltmessdaten und Abdichtungstechnik.
Aus der Praxis:
Die beiden Absolventen des FÖJ Niklas W. und Ann-Kathleen V. berichten von ihrer Tätigkeit beim BAV:
Umweltbildung
In der Abfallberatung werden Aktionen geplant, mit denen das Umweltbewusstsein der Menschen gesteigert wird. Dazu zählen Projektwochen und -tage an Schulen sowie das Betreuen von Infoständen auf Veranstaltungen wie die Burscheider Umweltwoche und dem Bunten Umwelttag in Nümbrecht. Außerdem plant und führt die Abfallberatung auch Aktionen für Schüler und Führungen auf der Deponie Leppe durch. Dort entsteht zur Zeit ein außerschulischer Lernort.
Links und Mitte: Betreuung des Infostandes beim Bergischen Landschaftstag - Rechts: Papierherstellung mit Schülern der Janusz-Korczak-Realschule
Außerschulischer Lernort
Hier wird Schülern und Schülerinnen spielerisch und kreativ der Umgang mit Abfall und der Natur beigebracht. Sie lernen z.B. wie man möglichst abfallarm einkauft, den Müll richtig sortiert und was mit diesem nach dem Wegwerfen passiert. Das Leppe-Schaf zeigt z.B. wie aus Bioabfall Strom und Kompost entstehen kann. Darüber hinaus soll das Umweltbewusstsein der Schüler gestärkt werden. Unterstützt wird der BAV von verschiedenen Hochschulen (Heidelberg, Frankurt) und der Deutschen Sporthochschule Köln.
Seit dem 02.10.2010 hat der ASL seinen neuen Standort, das "Lerndreieck" mit einem eigenen Gebäude, auf dem Entsorgungszentrum bezogen.
Außerschulischer Lernort leppe
Landschaftspflege
Ein weiterer wichtiger Bereich für die FÖJler ist die Betreuung der Lernstationen und der Lehrpfade. Damit ist u.a. die Pflege des Miscanthus-Irrgartens gemeint, die Untersuchung von Pflanzen- und Bodenproben, sowie die Ernte des getrockneten Materials.
Luftbild des Miscanthus-Irrgartens
Links: FÖJler arbeiten im Miscanthus-Irrgarten - Rechts: FÖJlerin untersucht Pflanzenmaterial
Der Miscanthus-Irrgarten wächst und gedeiht
Im sogenannten Kompostgarten soll verdeutlicht werden, wie gut der direkt daneben hergestellte Kompost als Dünger wirkt.
Bepflanzung des Kompostgartens
Auch die Versorgung und das Kennenlernen von Kompostorganismen ist ein Teil des FÖJ.
Links: FÖJler und Azubi untersuchen und bestimmen Komposttiere am Binokular - Rechts: Riesentausendfüßer auf der Handfläche
Pflege der Stab- und Gespenstheuschrecken
Technischer Umweltschutz
Sickerwasser
Damit die Deponie "lebt", muss sie ausreichend mit Wasser versorgt werden. Das entstehende Sickerwasser kann nicht ungefiltert in die Kanalisation gelangen. Die Sickerwasseraufbereitungsanlage übernimmt diese Aufgabe und reinigt das Wasser über verschiedene Stufen mit Hilfe von Bakterien und Aktivkohle. Dazu müssen ständig Messungen zur Kontrolle der Belastung und Menge des Wasser durchgeführt werden.
Links: Überprüfen der Aufbereitung des Sickerwassers - Rechts: Außenansicht der Sickerwasseraufbereitungsanlage
Deponiegas
Die Bakterien, die den Müll zersetzen, produzieren unter anderem Methangas, das sicher gesammelt werden muss. Dies geschieht durch sogenannte Gasbrunnen, die von der Deponiegasabteilung errichtet und gewartet werden. Zudem ist dieses Team für die Messung und Optimierung der Gasmenge und Qualität zuständig. Das Gas wird gesammelt, verdichtet und Blockheizkraftwerken zugeführt, die den Strom für das Entsorgungszentrum erzeugen. Umweltmessdaten der Wetterstation werden erfasst und ausgewertet.
Links: Mitarbeiter errichten einen neuen Gasbrunnen - Rechts: Messung des Gasdurchflusses an einer Gaseinrichtung