Seminare
Die Seminare sind ein Treffpunkt aller Freiwilligen. Hier haben sie die Chance die anderen FÖJler kennen zu lernen und Erfahrungen über das FÖJ und die Einsatzstellen untereinander auszutauschen.
Das erste Seminar nennt sich Einführungsseminar und dient dazu, über Rechte und Pflichten innerhalb des FÖJ aufgeklärt zu werden. Es werden FÖJ Sprecher gewählt, die die Interessen der FÖJler im Rheinland vertreten.
Auf den weiteren Seminaren werden den Freiwilligen Themen wie zum Beispiel Landwirtschaft oder Energie und Umwelt näher gebracht. Sie bekommen Einblicke in die verschiedenen ökologischen und umwelttechnischen Berufe. Dabei erleben sie Natur und Umwelt und lernen Ökosysteme wie Wasser, Boden und Wald kennen. Die Seminare finden an verschiedenen Orten im Rheinland statt.
Seit dem Bildungsjahr 2009/2010 werden die jungen Leute stärker in die Vorbereitungen der Seminare mit eingebunden. So ist es nun Pflicht und Voraussetzung für das FÖJ, dass jede/r Freiwillige mindestens ein Seminar mit vorbereitet und sich aktiv daran beteiligt. Für jedes Seminar finden sich Gruppen zusammen, die dann für die einzelnen Themengebiete und Inhalte verantwortlich sind.
Seminar „Wasser – kostbar, knapp, krank“ in Urft
Persönlicher Erfahrungsbericht Anni V. (27.08.12 – 31.08.12)
Die Woche begann am Montag mit ein paar Kennenlernspielen und gegen Abend mit einer netten Abschlussrunde.
Am Dienstag wurden wir zunächst in zwei Gruppen eingeteilt: in Gruppe 1 stellten wir uns gegenseitig unsere Einsatzstellen vor, in Gruppe 2 haben wir über unsere Stärken und Schwächen gesprochen. Dann wurden die Gruppen getauscht. Nach dem Mittagessen gab es eine Einführung in das Thema Wasser mit einer Power-Point-Präsentation und Stationsarbeit in Kleingruppen zum Thema Baumwohle.
Am Mittwoch startete der praktische Teil, der mit einer Gewässeruntersuchung sehr interessant anfing. Wir suchten in einem leinen Bach nach ganz kleinen Tieren wie z.B. verschiedene Larven oder Egeln. Anschließend wurden die Gruppen wieder getauscht. Am Abend gab es wieder die Abschlussrunde.
Am Donnerstag besichtigten wir das Wasserwerk und die Talsperre. Am Nachmittag haben wir uns mit den Fragen auseinandergesetzt, welche Rechte und Pflichten wir im FÖJ haben. Zum Abschluss haben wir noch unseren FÖJ Sprecher und Vertreter gewählt. Am Abend haben wir alle zusammen gegrillt und den Abend mit ein Paar lustigen Spielen ausklingen lassen.
Der letzte Tag ging schon stressig los: Morgens mussten direkt die Zimmer und das ganze Haus leer geräumt und geputzt werden. Aber danach kam noch ein sehr interessanter Teil: uns wurde etwas zu „Grünen Berufen“ erklärt. Anschließend fingen wir mit der Planung der nächsten Seminare an: In Kleingruppen machten wir Mindmaps zu den einzelnen Themen. Danach teilten wir die Themen so auf, dass jeder weiß, welches Seminar er mit vorbereiten muss. Nachmittags gab es dann noch einmal die Abschluss- bzw. Abschiedsrunde, denn das erste Seminar war zu Ende.
An diesem Seminar haben mir besonders die Gewässeruntersuchung und die Führung in der Talsperre gefallen. Auch fand ich es sehr interessant von den Anderen etwas über ihre Einsatzstellen zu hören, und was sie so in ihrer Zukunft vorhaben.
Seminar „Energie und Umwelt“ in Mönchengladbach
Persönlicher Erfahrungsbericht Anni V. (22.10.12 – 26.10.12)
Nach der Zimmeraufteilung und einer Übersicht, was diese Woche so auf uns zukommt, führte uns am Nachmittag die Vorbereitungsgruppe in das Thema ein. Nach einem Stationslauf zum Thema „Fossile Energien“ wurden in zwei Gruppen die Einsatzstellen und der Stand der beruflichen Zukunft besprochen. Nach einem kurzen Tagesabschluss war der erste Tag auch schon vorbei.
Der Dienstag begann sehr interessant, denn wir machten eine Exkursion zu RWE. Dort besichtigten wir den Tagebau Garzweiler und ein Kraftwerk. Diese Exkursion war sehr beeindruckend, denn wir sind mit dem Bus durch das komplette Gebiet des Tagebaus gefahren. Wir konnten sehen wie die Braunkohle abgebaut und im Kraftwerk verarbeitet wird. Wir sind auch durch alte Dörfer gefahren, die wegen dem Tagebau umgesiedelt werden mussten. Gebiete, wo der Braunkohleabbau schon abgeschlossen ist, können jetzt nicht mehr mit Häusern bebaut, sondern nur noch für die Landwirtschaft oder als Talsperre genutzt werden. Am Nachmittag haben wir zunächst unsere Eindrücke und Meinungen zu dem Thema der Braunkohle-Gewinnung gesammelt und dann darüber diskutiert. Dies zog sich länger hin als geplant, weil wirklich jeder etwas dazu zu sagen hatte. Am Abend gab es dann wieder einen Rückblick über den gesamten Tag.
Der Mittwoch begann mit einem Gruppenpuzzle über Erneuerbare Energien. Dies sollte uns auf die anschließende Diskussion um Fossile Energien versus Regenerative Energien vorbereiten. Anschließend nach dem Mittagessen hatten wir Zeit für Einzelgespräche mit den Teamern, d.h. wenn wir Probleme mit der Einsatzstelle haben oder Hilfe bei der Berufswahl brauchen. Der Nachmittag stand unter dem Motto Teambuilding. Wir waren einem Niedrigseilgarten, durch den wir im Team durcharbeiten mussten. Dies hat den Zusammenhalt in unserer Gruppe sehr stark gefördert.
Donnerstagmorgen beschäftigten wir uns mit dem Ökologischen Fußabdruck um uns bewusst zu machen, wie verschwenderisch wir mit Dingen umgehen, die uns nicht ewig zur Verfügung stehen. In kleinen Gruppen überlegten wir, wie man Energie sparen kann, um dann einen kleinen Ratgeber zu erstellen. Am Nachmittag führten wir in Mönchengladbach eine Umfrage zum Thema „Energie sparen“ durch. Wir sind auf einige interessante Antworten gestoßen. Wir mussten aber leider auch feststellen, dass viele Menschen sich zwar Sorgen um den Klimawandel machen, aber selber nichts dagegen tun.
Freitag gab es nach dem „Zimmerräumen“ eine Klimaexpedition. Ein Mitarbeiter von Geoscopia zeigte uns im Rahmen eines Vortrages zum Klimawandel Live-Satellitenbilder von der Erde. Das war sehr interessant und erstaunlich, was man von der Erde aus der Entfernung alles sehen konnte. Sogar ein Vulkanausbruch war genauestens zu erkennen.
An diesem Seminar fand ich alles sehr interessant. Aber am besten gefiel mir die Führung bei RWE. Von dort ist mir sehr viel im Kopf geblieben und ich würde solch eine Führung immer wieder mit machen.