Seminare
Die Seminare sind ein Treffpunkt aller Freiwilligen. Hier haben sie die Chance die anderen FÖJler kennen zu lernen und Erfahrungen über das FÖJ und die Einsatzstellen untereinander auszutauschen.
Das erste Seminar nennt sich Einführungsseminar und dient dazu, über Rechte und Pflichten innerhalb des FÖJ aufgeklärt zu werden. Es werden FÖJ Sprecher gewählt, die die Interessen der FÖJler im Rheinland vertreten.
Auf den weiteren Seminaren werden den Freiwilligen Themen wie zum Beispiel Landwirtschaft oder Energie und Umwelt näher gebracht. Sie bekommen Einblicke in die verschiedenen ökologischen und umwelttechnischen Berufe. Dabei erleben sie Natur und Umwelt und lernen Ökosysteme wie Wasser, Boden und Wald kennen. Die Seminare finden an verschiedenen Orten im Rheinland statt.
Seit dem Bildungsjahr 2009/2010 werden die jungen Leute stärker in die Vorbereitungen der Seminare mit eingebunden. So ist es nun Pflicht und Voraussetzung für das FÖJ, dass jede/r Freiwillige mindestens ein Seminar mit vorbereitet und sich aktiv daran beteiligt. Für jedes Seminar finden sich Gruppen zusammen, die dann für die einzelnen Themengebiete und Inhalte verantwortlich sind.
Seminar „Nationalpark Eifel- Wildnis wagen“ in Heimbach- Hergarten
Persönlicher Erfahrungsbericht Charlotte Völker (11.05.2011)
Zum vierten mal hieß es: „auf zum Seminar“ - diesmal in der Eifel! Es erwartet uns eine spannende Woche:
Der erste Tag war vergleichsweise ruhig. Nachdem alle eingetroffen waren, gab es eine Einführung über den Nationalpark Eifel. Anschließend die Einsatzstellenbesprechung (jedes Seminar werden mögliche Probleme in der Einsatzstelle hinterfragt und Lösungen gesucht) und ein Teamspiel, bei welchem wir in Kleingruppen eine möglichst stabile Brücke mit vorgegebenen Materialien bauen sollten.
Für die Programmpunkte am Dienstag und Mittwoch wurden wir zuerst in zwei Gruppen geteilt. Ich habe am Dienstag mit der „Wildniswerkstatt“ begonnen: Das heißt wir waren den ganzen Tag mit einem Ranger im Nationalpark unterwegs und haben uns dort ein wenig mit dem Thema „Wildnis“ beschäftigt, viele Spiele zum Thema Zusammenhalt/ Gruppendynamik gemeistert und später selbst Feuer gemacht.
Am Mittwoch war ich dann auf einem Spaziergang durch das Zentrum (Kermeter) des Nationalparks. Wir haben eine wunderbare Aussicht genossen und viel über die Tiere und Pflanzen des Nationalparks und wie sie geschützt werden gelernt. Später am Tag sind wir weiter gegangen zur „Burg Vogelsang“ und dem ehemaligen Truppenübungsplatz im Nationalpark.
Der Donnerstag verlief etwas ruhiger. Es gab verschiedene Vorträge zu den Themen „Die Rote Liste“ und „Der Wald“ ( Gefährdung, Schutz und Wirtschaftsfaktor). Nachmittags haben wir dann verschiedene Nisthilfen selbstgebaut und uns so mal die Lebensbedingungen und unterschiedlichen Bedürfnisse der Tiere etwas genauer angeschaut!
Am Freitag hieß es dann auch leider schon Abschied nehmen.
Vorher gab es aber noch einen Vortrag über bedrohte Pflanzen und Tiere, wozu wir dann auch in Kleingruppen weitere Aufträge bearbeitet und anschließend in einem Quiz unser Wissen getestet haben.
Nach einem Vortrag über die Möglichkeiten ein Praktikum im Ausland zu machen und der Seminarauswertung ging es dann wieder in die weiten NRWs.
Seminar „nachhaltige Entwicklung - lokal und global“ in Königswinter
Persönlicher Erfahrungsbericht Herr Seidel (14.02.2011)
Nachdem wir uns nach und nach auf dem Malteserhof in Königswinter eingefunden und gegenseitig begrüßt hatten, wurde uns das Haus vorgestellt. Außerdem wurden wir in vier Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe musste einmal Frühstück, Mittag- und Abendessen zubereiten und natürlich auch putzen. Jetzt kamen Einführungsvorträge zum Thema Nachhaltige Entwicklung. Anschließend sollten wir uns in mehrere Gruppen aufteilen und uns eine Idee für einen Videoclip ausdenken. Nachdem Abendessen kam die Tagesauswertung und die Vorbereitungsgruppe erklärte uns ein Gruppen-Spiel, das über die ganze Woche durchlief.
Am zweiten Tag ging es richtig los. Einige aus der Vorbereitungsgruppe haben einen Vortrag darüber gehalten, wie die Idee zur Agenda 21 entstanden ist und wer diesen Vertrag unterschrieben hat. In Gruppen sollten wir dann ein Zukunftsszenario erstellen. Wie es z.B. mit Greenpeace in ca. 15 Jahren aussehen könnte (z.B. Mitgliederzahlen), was sie z.B. erreicht haben. Nach dem Mittagessen erfolgte ein Vortrag der Vorbereitungsgruppe über Fairen und konventionellen Handel. Im nachfolgenden Rollenspiel zum Thema Kaffee bildeten wir zwei Gruppen. Die einen spielten Kleinbauer, Vertragsbauer, Transporter, Lebensmittelhändler, Reporter und Chef im Fairen Handel und die anderen im Konventionellen Handel. Nach einigen Stunden intensiven Spielens haben wir darüber gesprochen, wie es uns in der jeweiligen Gruppe gefallen hat. Nach einem guten Abendessen kam wieder die Tagesauswertung. Danach übergaben uns unsere FÖJ-Sprecher die T-Shirts mit FÖJ-Aufdruck, von den wir alle begeistert waren.
Am nächsten Morgen gab es einen Vortrag über Siegel und Zertifizierung. Das Planspiel "Ernährung auf der Welt" wurde mit dem Mittagessen kombiniert. Am Nachmittag gab es Workshops zum Thema Recycling. Neben Papierschöpfen und selber Papier herstellen, konnten aus Tetrapacks Boote oder Portemonnais gebaut werden. Mit der Straßenbahn ging es danach gemeinsam nach Bonn. Der eine Teil unserer Gruppe startete mit einer Rallye, in der man Fairtrade- oder Bio-Kleidung und Getränke suchen sollte. Die andere Gruppe machte einen Rundgang durch Bonn mit "Kölle Global". Nach einer Stunde tauschten die Gruppen. Nachofolgend konnten wir im Bowling-Center entweder bowlen oder ein Fußballspiel verfolgen.
Am Donnerstag standen verschiedene Gruppenarbeiten an. Die eine Gruppe erhielt die Aufgabe Videoclips zum Thema Nachhaltigkeit zu prodzieren, die andere beschäftige sich mit Konfliktraining und der Einsatzstellenbesprechung. Nach dem gemeisamen Mittagessen tauschten die Gruppen.
Am letzten Tag haben wir nach dem Frühstück ein Chaosspiel zum Thema Regenwald gespielt. Danach wurden die Videoclips vorgeführt, die alle sehr gut geworden sind. Nach einer kleinen Mittagspause haben wir den Sieger des Gruppenspiels gekrönt. Nach der abschließenden Tages- und Seminarauswertung musten wir uns von einander verabschieden und sind nach Hause gefahren.
Seminar „Energie und Umwelt“ in Mönchengladbach
Persönlicher Erfahrungsbericht Frau Völker (25.11.2010)
Als sich um 11 Uhr alle im Seminarraum in Mönchengladbach trafen, stand zu alltererst die große Wiedersehensfreude im Vordergrund. Danach folgten eine „offizielle“ Begrüßung und Organisatorisches zum Seminar. Nach dem Mittagessen bekam die Vorbereitungsgruppe (Jedes Seminar wird von einem Teil der Gruppe geplant) das Wort. Es gab einen Workshop zum Thema „Eine strahlende Zukunft für die Atomindustrie?“ Hier bereiteten sich unterschiedliche Gruppen auf unterschiedliche Aspekte der Atomindustrie vor und anschließend gab es eine Diskussionsrunde.
Am Dienstag stand eine Exkursion zu RWE an. Es gab eine kleine Einführung, eine Besichtigung des Tagebaus Garzweiler und eine Führung durch das Kraftwerk. Zur Entspannung gab es nachmittags ein Fußballturnier. Abends wurde (wie jeden Abend)der Tag aisgewertet und die Einsatzstellen besprochen.
Der Mittwoch Morgen begann mit einem Theoretischen Teil zum Thema erneuerbare Energien mit „Expertenvorträgen“ der Planungsgruppe und Gruppenarbeit. Nachmittags wurde dann der Theoretische Teil beim Bau von Windrädern, Solar- und Wasserkochern praktisch umgesetzt.
Am Donnerstag Vormittag ging es um das Klima. Zuerst gab es einen Vortrag zur Haltung der Politik zum Thema „Klima und Energie“. Danach folgte ein Stationslauf zum Thema „Was kann ich für den Energiehaushalt dieser Erde tun?“ Am Nachmittag gab es einen Workshop zur Berufswahl und später ein Konflikttraining - falls in der Einsatzstelle mal etwas nicht glatt läuft.
Am Freitag Morgen gingen wir auf eine Klimaexpedition anhand von Satellitenbildern von Geoscopia. Hierbei haben wir die sichtbare Veränderung der Erde in den letzen 40 Jahren angeschaut und mögliche Gründe besprochen.
Auf Organisatorisches und eine letzte Tagesauswertung folgte der sehr traurige Abschied...
Seminar „Wasser – kostbar, knapp, krank“ in Kürten
Persönlicher Erfahrungsbericht Herr Seidel (15.09.2010)
Nachdem die gesamte Seminargruppe auf dem Landgut Breibach in Kürten eingetroffen war, haben wir uns im Seminarraum versammelt. Die Leiter der Seminare haben sich vorgestellt und danach wurden wir in vier Gruppen aufgeteilt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gingen alle in ihre Gruppen. Nach dem Abendessen wurde der Tag gemeinsam ausgewertet. Der Rest des Abends stand zur freien Verfügung. Manche aus der Gruppe ließen den Abend mit dem Kartenspiel Durak ausklingen.
Am Dienstag nach dem Frühstück teilten wir uns in zwei Gruppen. In der einen Gruppe sprachen wir über unsere Einsatzstelle und in der anderen Gruppe über unsere Stärken und Schwächen. Als alle mit dem Mittagessen fertig waren, haben wir einen Stationenlauf zum Thema Baumwolle gemacht. Wie jeden Abend bildeten die Tagesauswertung, Workshops und das Kartenspiel Durak das Abendprogramm.
Am Mittwoch teilten wir uns erneut in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe führte im Umweltbus Lumbricus Wasseruntersuchungen durch, die andere Gruppe hatte Bewerbungstraining. Nach dem Mittagessen wurden die Gruppen getauscht.
Am Donnerstag fuhren wir nach dem Frühstück auf eine Exkursion zur Wiehltalsperre und zum Wasserwerk Auchel. Nach dem Mittagessen sprachen wir über unsere Rechte und Pflichten im FÖJ. Danach wählten wir unseren FÖJ-Sprecher. Nach der Wahl wurde gegrillt und wir ließen den letzten gemeinsamen Abend natürlich mit Durak ausklinken.
Am letzten Morgen stellten uns die Seminarleiter "Studium und Ausbildung im Grünen" vor, z.B. Diplom-Biologe und Gärtner. Nach dem Mittagessen teilten wir uns entsprechend der Seminarthemen in vier Gruppen auf. Im Laufe des FÖJ-Jahres werden wir ein solches Seminarthema mit vorbereiten. Als dies geregelt war, erfolgte die gemeinsame Seminarauswertung und die Verabschiedung von allen bis zum nächsten Seminar.
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf die nächste Seminarwoche!