Ein wichtiger Bestandteil des FÖJ sind Projekte, die von den Freiwilligen selbstständig durchgeführt werden. Dazu gehören Schritte wie die Projektfindung und Recherche, Projektbeschreibung, Materialbeschaffung und Durchführung, die Projektpräsentation und der Abschlussbericht.
Je nach Interessen und Fähigkeiten der Freiwilligen variieren die Projekte in:
- den Projektthemen
- der Durchführung in einem großen oder mehreren kleinen Projekten
- der gemeinsamen Bearbeitung durch die FÖJler/innen oder als Einzeprojekte.
Die Freiwilligen lernen eigenverantwortlich und kontinuierlich mit Unterstützung der Einsatzstellen an einem Projekt zu arbeiten.
Wünschenswert ist es, wenn die Projektergebnisse auch noch nach Abschluss des FÖJ-Jahres von den Einsatzstellen weiter genutzt werden können.
FÖJ-Projekte 2010/2011
Solarkocher/Windrad
Unsere Aufgabe bestand darin ein eigenständiges Projekt zu entwickeln, welches auch der Einsatzstelle nützlich ist. Da wir beide viel im Bereich Abfallberatung und des außerschulischen Lernortes arbeiten, haben wir uns für den Bau eines Solarkochers und eines Windrades entschieden.
Zu erst hieß es nach Bauplänen für
Solarkocher zu recherchieren. Es folgte die Planung der Größe, der verschiedenen Arbeitsschrite und der Kosten. Nun ging es an das Besorgen des Materials: Welches Holz ist wasserbeständig und welche Länge müssen die Schrauben haben? Dann konnte es endlich losgehen: Bohren, schrauben, kleben und ausmessen! Nach einigen Tagen harter Arbeit ist unser Solarkocher nun einsatzbereit und wartet auf Sonnenschein für seinen ersten Test.
Bau eines Solarkochers
Auch das
Windrad begann mit Recherchen und Planungen. Da es nur als Anschauungsmodell dienen soll, ist es aus Papierstangen gebaut. Verwendet wurde schon einmal geschriebenes Papier - also ein Recycling-Windrad! Unser Arbeit fing mit dem Aanfertigen von vielen, vielen Papierrollen an. Diese bildeten das Gerüst, dan folgte der Bau der beiden Getriebe und des Windradflügel. Diese Elemente wurden zusammengesetzt und verbunden. Das nun fertige Windrad ist in der Lage, leichte Gewichte anzuheben.
Bau eines Windrades
FÖJ-Projekte 2009/2010
Ameisenfarm
Das Projekt aus diesem Jahr ist eine Ameisen-Farm oder auch Formicarium, das als Ergänzung zu den schon vorhandenen Komposttieren dienen soll. Dafür wurde der Betreuungsaufwand, die optimalen Lebensbedingungen und die am besten geeignete Ameisenart recheriert.
Nachdem die Ameisen und ihr "Lebensraum" beim BAV eingetroffen waren, wurde dieser noch weiter optimiert. Die Ameisen leben nun in zwei durch einen Schlauch miteinander verbundenen Glasbehältern, auch Arena und Nest genannt. Das "Nest" besteht aus zwei durchsichtigen Glasplatten, und dient als Höhle. Da der Abstand der Platten sehr gering ist, kann man den Nest- und Gangbau im Sediment sehr gut verfolgen. Durch den Schlauch gelangen die Ameisen in die "Arena", in der als Nahrungsmittel z.B. Honiglösung zur Verfügung steht. Hierhin bringen die Ameisen auch den Aushub aus dem "Nest" der beim Gangbau entsteht.
Fütterungsversuche sollten zeigen, wie der Nahrungstransport der Ameisen funktioniert.
Oben: Die Ameisenfarm besteht aus Nest und Arena - Unten links: Eine Ameise räumt Sedimente aus - Unten rechts: Eine Ameise auf dem Weg zum Futter in der Arena
FÖJ-Projekte 2008/2009
3-D Deponie-Modell
Eins der Hauptprojekte der FÖJler war der Bau eines dreidimensionalen Deponiemodells aus Styoropor und Gips im Maßstab 1:1000. Hierzu wurden zuerst technische Zeichnungen erstellt und das Modell dann Schicht für Schicht aufgebaut, verspachtelt und geschliffen.
Weitere Projekte waren die Gestaltung eines Info-Ordners zum FÖJ, die Mitgestalung der FÖJ-Internetseite und des entsprechenden Info-Flyers.
Oben links: Übertragung der Maße vom Plan auf das Styropor - Oben rechts: Das Modell besteht aus mehreren verklebten Styroporplatten - Unten links: Fertiges Modell :metabolon - Unten rechts: Der neu erstellte FöJ-Flyer
FÖJ-Projekte 2007/2008
Die große Deponie im kleinen Bauwagen - eine mobile Lernstation
Die beiden ersten FÖJlerinnen hatten sich das Ziel gesetzt, das Thema Deponienachsorge mit dem Außerschulischen Lernort zu verbinden.
Inspiriert durch einen alten Feuerwehrwagen, entstand die Idee einer mobilen Lernstation zu diesem Thema. Da der alte Feuerwagen nicht mehr verwendet werden konnte, wurde auf einen Bauwagen in entsprechender Lackierung zurückgegriffen. Bei diesem "Großprojekt" waren nicht nur die FÖJler, sondern auch viele andere Abteilungen des BAV beteiligt.
Für den Innenausbau wurden Fühlkästen, Gas- und Sickerwassererklärungen, ein Zeitstrahl über die Entstehung der Leppe und ein Deponiequerschnitt ausgearbeitet und angefertigt!
Diese mobile Lernstation wurde schon mehrfach bei Infoständen und am Lernort erfolgreich eingesetzt.
Rechts: Gestaltung des Deponiequerschnitts - Links: Präsentation des Bauwagens als mobile Lernstation