Lebensmittel - zu schade für die Tonne: eine gemeinsame Aktion des BAV und der AggerEnergie

(13. November 2017) Im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes von AggerEnergie und Bergischem Abfallwirtschaftsverband „Lebensmittel – zu schade für die Tonne“ besuchte am 10. November 2017 die Klasse 10 a der Realschule Steinberg aus Gummersbach mit Klassenlehrer Ansgar Schmidt die Lehrküche der AggerEnergie.
Über 313 Kilogramm Essensreste entstehen pro Sekunde in Deutschland, das entspricht insgesamt einer Menge von 82 Kilo pro Einwohner und Jahr. Diese werden zwar im Rhein- und Oberbergische Kreis, am Entsorgungszentrum des BAV fachgerecht zu hochwertigem Kompost und Bioenergie verarbeitet, jedoch sind Lebensmittel doch eigentlich zu schade für die Tonne!

Nach einer kurzen Einführung beschäftigte sich die Klasse in Gruppenarbeit mit verschiedenen Aspekten des Themas „Lebensmittelverschwendung“, wie: „Lebensmittel und Umwelt“, „Einkauf Lagerung und Haltbarmachung von Lebensmitteln“, „Kochen mit Resten“ sowie „Retten-Teilen-Tauschen“.

Dabei bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler das Thema anhand bereit gestellter Literatur und recherchierten intensiv mit ihren Smartphones im Internet. Auch eigene Erfahrungen aus der Familie flossen in die Ergebnisse ein und lockerten die Vorträge bei der abschließenden Evaluation auf: so wurde aufgezeigt, welcher immense Anbauflächenverbrauch für verschwendete Nahrungsmittel verbraucht wird und welche Energie- und Emissionsmengen eingespart werden könnten. Auch fanden die Schüler heraus, dass das unverhältnismäßige große Überangebot in Supermärkten im Besonderen zur Lebensmittelverschwendung beiträgt. Aber auch Lösungsansätze wurden diskutiert: Nahrungsmittel z.B. aus Supermarktresten können durch Tauschen und Teilen gerettet werden, die richtige Lagerung und Haltbarmachung macht das Wegwerfen von Nahrungsmitteln überflüssig, auch Obst und Gemüse, das nicht mehr optische Höchstnormen erfüllt, kann zu leckeren Speisen verarbeitet werden, die richtige Interpretation der Haltbarkeitsdaten auf den Verpackungen verlängert die Verweildauer von Lebensmitteln in unseren Kühlschränken.

Nach der Beschäftigung mit der Theorie konnten die 30 Jugendlichen in der Lehrküche der AggerEnergie ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Aus Lebensmittelresten und Produkten mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum entstand ein kleines Menü mit Vor-, Haupt- und Nachspeise, das von allen Beteiligten genussvoll verzehrt wurde