Abfallsortierung made in Germany / Abfalltrennungs-Workshop für Flüchtlinge in Engelskirchen

(24. Januar 2017) Das Thema Abfalltrennung ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und zur Reduzierung des Abfallaufkommens in Deutschland. Da dieses System für Menschen aus anderen Ländern nicht ganz so einfach nachzuvollziehen ist, gab die Abfallberatung des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (BAV) ihnen eine Hilfestellung beim Erlernen der Abfalltrennung.
Der richtige Umgang mit Abfällen aller Art erleichtert auch die Integration der Flüchtlinge in Deutschland. Falsch getrennter Abfall führt immer wieder zu Konflikten mit den Nachbarn und verursacht hohe Kosten für die Städte und Gemeinden.

In der Veranstaltung am 11.Januar 2017 setzte Abfallberater Gerhard Lützel auf das Zeigen verschiedener Abfälle, ihrer Entsorgungswege und Recyclingmöglichkeiten. Um diese Anschaulichkeit zu gewährleisten, baute der Abfallberater die in der Gemeinde Engelskirchen vorhandenen Abfalltonnen – für Restabfall, Bioabfall, Papier/Kartonagen, Verpackungen – sowie Fotos von Glascontainern bzw. Sammlungen für Elektroaltgräte und Schadstoffen vor den Teilnehmern auf. Für jede Abfallfraktion typische – und natürlich gesäuberte – Abfälle wurden gezeigt, beschrieben und den entsprechenden Tonnen zugeordnet. Die Abfälle blieben dabei auf einem Tisch vor den Tonnen liegen um den optischen Eindruck für die Besucher der Veranstaltung zu verlängern. Hierbei leisteten Übersetzer in Russische und Arabische eine wertvolle Hilfestellung. Fast alle der über 60 Anwesenden kannten aus der Heimat nur eine Einheitstonne und staunten über die bunte Vielfalt von grünen, gelben, braunen und grauen Tonnen, die in Deutschland Abfälle und Wertstoffe aufnehmen.

Nach eineinhalb Stunden aufmerksamen Zuhörens und –sehens zeigte sich, dass die Informationen auf fruchtbaren Boden gefallen waren: Ein Freiwilliger ordnete problemlos eine kleine Auswahl von Abfällen den richtigen Abfallbehältern zu.

Der vom BAV speziell für die Flüchtlinge erstellte, mehrsprachige Infoflyer wurde verteilt, damit das Gehörte zu Hause noch einmal nachgelesen werden konnte.

Für Familien mit Kindern wurde eine Kinderbetreuung angeboten, welche in einem Nebenraum stattfand. Hier konnten 15 Kinder Müllmemory spielen und in Malbüchern ihre künstlerischen Fähigkeiten zeigen.