Weniger ist mehr

Fast alles, was wir kaufen, landet früher oder später auf dem Müll. Viele Dinge lagern auch jahrelang unbenutzt auf Speichern und in Kellern. Deshalb wäre es sinnvoll sich schon vor einem Kauf die Frage zu stellen "brauche ich das Produkt überhaupt?" Wenn ja, ist eine weitere Überlegung sinnvoll: Eventuell ist es kostengünstiger das Produkt bei Bedarf zu leihen oder sich eines gemeinsam mit Nachbarn oder Freunden anzuschaffen. So kann z. B. die Anschaffung eines Häckslers oder Rasenmähers für mehrere Haushalte sinnvoll sein. Die Benutzer sparen Platz und Geld, vorausgesetzt sie einigen sich über Standplatz, Benutzung und Wartung.

Das Kaufen von Produkten ist oft nur eine Ersatzhandlung. Viele Dinge kaufen wir, weil wir sie im Moment schön finden. Quasi aus einer Stimmung heraus, in der wir unkritisch und unüberlegt handeln. Solche Käufe verschaffen uns nur für kurze Zeit ein wenig Freude. Ständig werden wir durch Werbung, Mode und Medien beeinflusst. Neue Produkte und vielversprechende Slogans führen zum Kauf von Dingen, die wir nicht benötigen.

Deshalb die Empfehlung: Das Ziel lautet: weniger Abfall. Wieviel Abfall entsteht, hängt von unseren Lebensgewohnheiten ab. Fast alles, was wir kaufen, wird früher oder später zu Abfall. Dabei sind es neben den Verpackungen die vielen kleinen überflüssigen Dinge, also Einwegprodukte, Wegwerfartikel u. ä., die zu steigenden Abfallmengen führen.

Überflüssige Produkte verschwenden wertvolle Rohstoffe, verbrauchen Wasser und Energie und belasten die Umwelt durch Abwasser und Abgase. Jeder kann durch bewusstes Verhalten dazu beitragen, die Abfallflut einzudämmen. Abfallvermeidendes Verhalten bedeutet, seinen Alltag verantwortungsbewusst, modern, vorausschauend zu gestalten.