Eine neue Studie des Umweltbundesamtes „Umweltbewusstsein in Deutschland 2006“ zeigt, dass der sorgsame Umgang mit Müll für die Deutschen mit Abstand an erster Stelle liegt, wenn es darum geht, im Alltag etwas für den Umweltschutz zu tun.
Dieses Ergebnis ist im Einklang mit der repräsentativen Studie Umwelt 2004 des Allensbach-Institutes, wonach 95 Prozent der Deutschen der Meinung sind, dass die Abfalltrennung ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz ist.
Für zwei Drittel der Deutschen ist der sorgsame Umgang mit Müll ein wichtiges Anliegen. Abfall trennen, keinen Müll achtlos wegwerfen, sein Umfeld sauber halten und unnötiges Verpackungsmaterial vermeiden – das sind die wesentlichen der angegebenen Handlungen.
Erst mit weitem Abstand folgt an zweiter Stelle der sparsame Umgang mit Energie. Energiesparen ist damit weitaus weniger selbstverständlich als die Mülltrennung und -vermeidung.
Frauen thematisieren die Müllvermeidung und -trennung noch häufiger als Männer. Und vor allem bei jungen Leuten ist Abfallvermeidung und Mülltrennung populärer als viele vielleicht annehmen. Für drei Viertel der 18- bis 24-jährigen ist verantwortungsvoller Umgang mit Abfall im Alltag wichtig. Damit ist das Bewusstsein für diese Thematik bei den jungen Leuten deutlich höher als im Bevölkerungsdurchschnitt.
Dieses Ergebnis ist für Abfallberater und Umwelterzieher durchaus ermutigend. Viele in der Umweltbildung Beschäftigte machen folgende Erfahrung: In Kindergarten und Grundschule ist es noch leicht, Kinder für Umweltthemen zu begeistern. Sobald jedoch die Pubertät erreicht wird, rückt das Thema in den Hintergrund. Wie die Studie zeigt, jedoch nicht dauerhaft. Der in jungen Jahren gesäte Samen übersteht offenbar die Dürrephase der Pubertät und geht im jungen Erwachsenenalter auf.
Die vollständige Studie „Umweltbewusstsein in Deutschland 2006“ kann unter
www.umweltbewusstsein.de heruntergeladen werden.