Tapeten
Tapeten, die von der Wand entfernt wurden, egal ob mit Kunststoff beschichtet oder aus Papier hergestellt, dürfen nicht in die Papiertonnen gegeben werden. Für das Altpapierrecycling sind sie nicht geeignet – nicht nur aufgrund der anhaftenden Reste von Verputz und Leim.
Auch ungebrauchte Tapetenrollen, die beim Tapezieren übrig geblieben sind, gehören nicht zum Altpapier. Dies gilt nicht nur für Vinyl- und andere Kunststofftapeten, sondern auch für Raufaser- und andere Papiertapeten. Denn wie alle Tapeten sind auch Papiertapeten nassfest, das heißt sie lösen sich in Wasser nicht auf. Genau dies wäre aber wichtig, damit beim Papierrecycling ein Faserbrei erzeugt werden kann, aus welchem dann neues Papier hergestellt wird. Bei Raufasertapeten stören darüber hinaus die in die Tapete eingearbeiteten Holzpartikel den Recyclingprozess.
Da Alttapeten als Bau- und Renovierungsabfall auch von der Sperrmüllabfuhr ausgeschlossen sind, ist der richtige Entsorgungsweg die Restmülltonne.
Bei Tapeten gibt es große Unterschiede, was die Umweltfreundlichkeit anbelangt. Die klassische Raufasertapete ziert etwa ein Drittel aller Wohnungswände und erwies sich in Produkttests als besonders umweltverträglich. Sie ist atmungsaktiv, in der Regel frei von problematischen Stoffen und wirkt sich positiv auf das Raumklima aus.
Wer die eigenen vier Wände besonders umweltgerecht gestalten möchte, sollte auf Raufaser- und Papiertapeten mit dem Blauen Engel zurückgreifen. Sie werden umweltschonend hergestellt, bestehen überwiegend aus Altpapier, sind besonders arm an Formaldehyd und unterliegen zudem Schadstoffbegrenzungen. Ein weiteres Plus: Sie werden von praktisch allen Herstellern angeboten und sind in jedem Baumarkt und jedem Fachgeschäft zu haben. Ein aktuelles Herstellerverzeichnis findet man unter www.blauer-engel.de.
Wenig umweltfreundlich sind dagegen Vinyltapeten, die Strukturen aus aufgeschäumten Kunststoffen (PVC oder Polyurethan) besitzen.