Recycling-Irrtümer

Gerüchte halten sich manchmal besonders lang. Dabei ist die Wahrheit oft angenehmer als die Fehlinformation. Hier einige Tipps zum Thema Verwertung.

Gerücht: Alle Dinge aus Kunststoff gehören in den gelben Sack/gelbe Tonne
Dies ist falsch, denn z.B. sind kaputtes Plastikspielzeug, gerissene Eimer oder Blumenkästen aus Kunststoff keine Verkaufsverpackungen und gehören deshalb in den Restmüll. Sie tragen keinen grünen Punkt. Dieser ist das Lizenzzeichen, welches anzeigt das für die Sammlung und Verwertung von Verpackungen ein Lizenzentgelt entrichtet wurde.

Gerücht: Gesammelte und richtig sortierte Wertstoffe landen im Müll
Es wird regelmäßig genau belegt, wohin die auf der Wertstoffsammelstelle in der gelben Tonne oder dem gelben Sack gesammelten leeren Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundstoff gebracht werden und wie der weitere Verwertungsweg aussieht. Neutrale Beobachter stellen fest, dass immer größere Mengen verwertet werden können und dass das Recycling funktioniert.

Gerüchte halten sich manchmal besonders lang. Dabei ist die Wahrheit oft angenehmer als die Fehlinformation. Hier einige Tipps zum Thema Verwertung.

Gerücht: Zeichen und Aufdrucke auf Schreibheften sind Umweltzeichen

Dies ist falsch. Zeichen mit der Aufschrift „Aqua pro Natura“ oder „Weltpark Tropenwald“ sind reine Werbezeichen, also Verkaufshilfen ohne objektiven Wert. Eines der wenigen echten Umweltzeichen ist der Blaue Engel.

Gerücht: Das nach Farben sortierte Altglas wird nicht farbgetrennt abgeholt

Das von den Bürgerinnen und Bürgern sorgsam nach Farben getrennte Glas wird auch farbsortiert abgeholt und verwertet. Die LKWs haben im Inneren des Laderaumes drei getrennte Kammern, die separat gefüllt und auch entladen werden.

Gerücht: Verschlüsse von Gläsern und Flaschen müssen nicht entfernt werden

Richtig ist, dass die moderne Sortiertechnik Störstoffe vor der Aufbereitung der Glasscherben automatisch aussortieren kann. Andererseits ist die Technik aufwendig und noch nicht überall eingeführt, sodass es besser ist Verschlüsse vorher zu entfernen und in die gelbe Tonne zu geben. Anders ist dies bei Mehrwegflaschen. Hier erfüllen die Altverschlüsse eine wichtige Aufgabe: Beim Transport vom Verbraucher zum Abfüller schützen sie das Gewinde vor Beschädigungen. So können die Flaschen 40 bis 50 mal neu befüllt werden. Über das Recycling der Verschlüsse werden zusätzlich wertvolle Rohstoffe in den Materialkreislauf zurückgeführt.