Heimische Gehölze

Anders als das in den Vorgärten übliche immergrüne Nadelgehölz, verändert das Laub heimischer Gehölze während des Jahres seine Farbe. Vielfältig bunt wie die Blüten sind auch die Früchte der heimischen Bäume und Sträucher. Das Farbenspektrum reicht von schlehenblau über sanddornorange, zu pfaffenhütchenrosa, kornelkirschenrot bis waldrebenweiß.

Die ökologische Bedeutung von Bäumen und Sträuchern ist sehr hoch. So dient die hier nicht heimische Platane nur vier Insektenarten als Lebensraum. Die Eiche hingegen nutzen Tausende Kleintiere als Futterpflanze und Entwicklungsraum. Heimische Wildsträucher sind im übrigen auch meist anspruchsloser und widerstandsfähiger gegen witterungsbedingte Einflüsse und Schädlinge als die Exoten.

Zu diesen gehören unter anderem Eberesche, schwarzer Holunder, Traubenholunder, Weißdorn, Schlehe, Pfaffenhütchen und gemeiner Wacholder. Aber auch Wildhimbeere und -rose, Haselnuss und Heckenkirsche eignen sich für hiesige Gärten.

Sträucher und Hecken werden von den meisten Vögeln und Säugetieren natürlich nicht nur zum Fressen aufgesucht. Sie bieten auch Verstecke, Brutplätze und Überwinterungsquartiere. Gefiederte Gartenbewohner wie Heckenbraunelle und Nachtigall nisten gern im schützenden Dickicht von Hecken und so mancher Igel mag dort einen geeigneten Platz für seinen Winterschlaf finden.

Bei der Auswahl der Bäume sollten Sie bedenken, welche Größe die jeweilige Art nach einigen Jahren erreichen. Denn nichts sieht am Ende trauriger aus, als ein zurecht gestutzter Baum in einem zu kleinen Garten.

Zu beachten sind auch Nachbarschaftsrecht und kommunale Baumschutzsatzungen, falls vorhanden.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://vorort.bund.net/rheinland-pfalz/publikationen/publikationen_35/publikationen_123.htm
http://www.nabu.de/m05/m05_11/03261.html