Haushaltsreiniger - putzen ganz natürlich
Die Werbung bläst zur Attacke und die Haushalte rüsten auf. Aus Angst vor Infektionsgefahr kreist immer öfter die chemische Keule in Küche und Bad, auf der Jagd nach krankmachenden Keimen. Doch Vorsicht: solche Keimkiller sind nicht nur überflüssig und teuer, sie können auch Umwelt und Gesundheit schädigen.
Desinfektionsmittel und antibakterielle Reiniger haben im Haushalt nichts zu suchen. Sie können die nützlichen Bakterien der Hautflora schädigen, die natürliche Widerstandsfähigkeit angreifen und somit erst recht Krankheiten den Weg ebnen oder Allergien auslösen. Zudem beseitigen antibakterielle Reinigungsmittel Bakterien nicht besser als herkömmliche Mittel.
Statt mit vielen Spezialreinigern zu hantieren, reichen vier Grundreinigungsmittel, um kostengünstig und umweltschonend zu putzen: Neutralreiniger für Fußböden, Fliesen und Oberflächen, Scheuermilch für hartnäckigen Schmutz, Handspülmittel für leichte Verschmutzungen und Fenster sowie Zitronensäure zum Entkalken.
Wer bei der Essenszubereitung sauberes Gerät benutzt, Arbeitsflächen heiß reinigt und sich regelmäßig die Hände wäscht, braucht Bakterien nicht zu fürchten. Nasse Wischlappen und Schwämme bilden ein günstiges Klima für Keime. Auch sie sollten regelmäßig in der Maschine gewaschen und getrocknet werden.
Alle Reinigungsmittel sollten sparsam dosiert werden, um die Kläranlagen zu entlasten und die Gewässer zu schonen. Konzentrate, Nachfüll- oder Mehrwegverpackungen sparen zudem Verpackungsmaterial.
Fleckenrein ohne Chemie
Eiweiß-Flecken: kaltes Wasser und Gallseife
Fett- und Öl-Flecken: Gallseife
Stempelfarbe, Rost: Zitronensaft
Rotwein-, Gras-, Kaffee-Flecken: heller Essig oder Zitronensaft
Vergilbte Gardinen: Kochsalz zum Waschmittel geben
Wasserflecken auf Möbeln: mit Olivenöl und Salz auf weichem Tuch abreiben