Vor allem durch die hohen Energiepreise ist eine Erneuerung der Hausdämmung für viele Immobilienbesitzer interessant geworden. Gerade bei der Renovierung von Altbauten ist jedoch beim Ausbau der Dämmplatten Vorsicht geboten. Denn alte Mineralwolle-Dämmstoffe können krebserregend sein. Erst seit Juni 2000 ist in Deutschland ein Herstellungs- und Verwendungsverbot für derartige Produkte in Kraft getreten. Seit dem 01.06.2000 dürfen in Deutschland nur noch gesundheitsverträgliche Mineralfasern verkauft und eingesetzt werden. Diese sind mit dem RAL-Gütezeichen versehen.
Wenn die eingebauten Dämmplatten noch intakt sind, geht von ihnen keine Gefährdung für die menschliche Gesundheit aus. Beim Ausbau können allerdings gefährliche Fasern frei werden.
In der Praxis sind bei eingebauten Produkten ältere, potenziell krebserregende Stein- und Glaswollen von den neuen unbedenklichen nicht zu unterscheiden. Im Zweifel sollte man daher zum Schutz der eigenen Gesundheit beim Ausbau generell mit Arbeitshandschuhen und Atemmaske arbeiten. Beim Beseitigen muss alte Mineralwolle möglichst staubfrei entfernt und in geeignete Behältnisse (beispielsweise reißfeste Säcke) luftdicht verpackt entsorgt werden.
Mineralwolle besteht zumeist aus Gesteinsfasern (Steinwolle) oder aus Altglas (Glaswolle) sowie zusätzlichen Bindemitteln und Ölen. Ähnlich wie bei Asbest hängt ihre Gefährlichkeit damit zusammen, ob Fasern eingeatmet werden und wie lange die Fasern danach im Körper verbleiben. Die Gefährlichkeit ist geringer als bei Asbest, aber insbesondere bei älteren Mineralwolleprodukten nicht zu unterschätzen.
Verträglicher als Mineralfasern sind natürliche Dämmfasern aus erneuerbaren Rohstoffen wie Flachs, Hanf oder Schafwolle, die keine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen und auch den gängigen Brandschutzverordnungen entsprechen.
Informationen zur Dämmung mit Naturprodukten erhalten Sie bei der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (
www.fnr.de)
Mineralische Dämmmaterialien gehören nicht in den Restmüll oder zum Sperrmüll.
Hinweise zur Entsorgung erhalten Sie bei der BAV-Abfallberatung.