Cadmium in Akkus
Der Cadmiumeintrag durch Batterien ist das größte Umweltproblem des Batteriesektors.
Nickel-Cadmium-Akkus bestehen zu etwa 20% aus dem hochgiftigem Schwermetall Cadmium (Cd). Trotz Entwicklung alternativer Akkusysteme auf Lithium- und Nickelmetallhydridbasis ist der Absatz von NiCd-Akkus seit 10 Jahren etwa gleichbleibend. Da nur ein knappes Drittel (32%) über Rücknahmesysteme wieder eingesammelt wird, ist der Verbleib von ca. 400 t Cd pro Jahr ungeklärt. Nach Schätzungen des UBA gelangen etwa 200 t in den Hausmüll. Die übrigen 200 t verteilen sich auf andere Müllfraktionen wie "Gelbe Tonne", Sperr- und Gewerbemüll sowie ungeregelte Entsorgung und Lagerung in Haushalten.
Die humantoxische Wirkung des Cadmiums ist gut untersucht und Cadmium kann als krebserzeugender Stoffe angesehen werden. Einmal in die Umwelt eingetragenes Cadmium belastet, bedingt durch die fehlende Abbaubarkeit, die Biosphäre für immer.
Die insgesamt am häufigsten eingesetzten Batterien sind nach wie vor Alkalimangan- und Zinkkohle-Primärbatterien, also nicht wiederaufladbare Batterien. Schädlich für die Umwelt und störend in Recyclingverfahren ist hier der Quecksilbergehalt. Mit der Novelle der Batterieverordnung von 2001 wurde jedoch bereits eine weitgehende Lösung erzielt: Seit 2001 müssen Batterien – bis auf Knopfzellen – mit einem Gehalt von unter 0,0005% quasi quecksilberfrei sein. Diese Regelung beruht auf der Batterierichtlinie der Europäischen Union.
Eine entsprechende EU-Regelung wird es 2008 auch für Cadmium geben.
Schon heute sollten Sie darauf achten, umweltfreundliche Akkus zu kaufen und defekte Akkus und leere Batterien beim Schadstoffmobil Ihrer Kommune abzugeben.