Biotonne

Küchen- und Gartenabfälle sind - sauber sortiert - wertvolle Rohstoffe!

50.000 Tonnen Bioabfall wandern jedes Jahr im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis in die Braunen Biotonnen und werden in der Vergärungs- und Kompostierungsanlage in Lindlar zu hochwertigem Bergischen Kompost verarbeitet.

Die im Bioabfall vorhandene Energie wird größtenteils zur Stromerzeugung genutzt.

Nur durch sorgfältige Trennung organischer Abfälle in Ihrem Haushalt ermöglichen Sie eine umweltschonende Verwertung.

Kompost
Kompost ist ein hochwertiger Bodenverbesserer, liefert Nährstoffe, erhöht die Bodenfruchtbarkeit und fördert das Pflanzenwachstum. Kompost, der aus Ihrem Bioabfall entsteht, wird in der Landwirtschaft und im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt und auch an Privatleute abgegeben. Qualitätskompost (Bergischer Kompost) aus der Kompostierungsanlage der avea erhalten Sie am Entsorgungszentrum Leppe in Lindlar-Remshagen, im Biomassezentrum Burscheid-Heiligeneiche, in der Kompostanlage Birkerhof in Bergisch-Gladbach und im Wertstoffzentrum Leverkusen.

Das soll in die Biotonne:
Nahrungs- und Küchenabfälle z.B.: Eierschalen, Kaffee- und Teesatz, Brotreste, Speisereste (eingewickelt in Zeitungspapier), verdorbene Lebensmittel, Fruchtschalen, Obstkerne, Apfelreste, Nussschalen, Kohlblätter, Salat, Kartoffel- und Zwiebelschalen

Gartenabfälle
z.B.: Unkraut, verwelkte Blätter, Blumenerde, Zweige, Laub, Rasen- und Heckenschnitt, Kohlstrünke

Das darf nicht in die Biotonne:
Staubsaugerbeutel, Zigarettenfilter, Straßenkehricht, Milch- und Getränkeverpackungen, Plastik (-tüten!), schadstoffhaltige Abfälle, Medikamente, Gummi, Steine, Draht, Tapeten, Windeln, Textilien, Leder, Blumentöpfe, Hochglanzpapier (z. B. Illustrierte), behandeltes Holz

Vor allem Plastiktüten finden sich leider immer wieder in den Biotonnen. Da sie sich nicht zersetzen, verursachen sie erhebliche Störungen in der Kompostierungsanlage. Auch kompostierbare Plastiktüten sind nicht zugelassen.

Kompostierbare Plastiktüten
Müllbeutel mit der Bezeichnung „Bio-Plastik“ oder ähnliche kompostierbare Plastiktüten sind für die Entsorgung von Küchenabfällen über die Biotonne nicht zugelassen! Der Grund liegt darin, dass die hier gesammelten kompostierbaren Abfälle in der Vergärungsanlage am Entsorgungszentrum Leppe in Lindlar unter Luftabschluss behandelt werden um Biogas für die Verstromung zu gewinnen. Die Mülltüten aus biologisch abbaubaren Werkstoffen zersetzen sich ohne Sauerstoffzufuhr aber nicht und würden zu Problemen in der Anlagentechnik (z.B. den Pumpenanlagen) führen. Da sie vor Beginn der Verwertung aufwendig wieder aus dem Biomüll herausgenommen werden müssen, sind sie nicht zum Einfüllen in die Biotonne zugelassen. Sie können sie zur Entsorgung von Küchenabfällen auf dem eigenen Komposthaufen nutzen.
Wird bei der Abfuhr festgestellt, dass sich solche "Bio-Plastik"-Müllbeutel in der Biotonne befinden, bleibt diese leider ungeleert stehen.

Probleme falscher Sortierung:
Sogenannte Störstoffe, die versehentlich oder aus Achtlosigkeit in der Biotonne landen, müssen in der Vergärungs- und Kompostierungsanlage aufwendig aussortiert werden. Bei Küchenmessern, Gartenscheren oder andere Gegenstände aus Metall ist das über Magnetabscheider relativ einfach Größere Probleme verursachen Plastiktüten, die immer wieder in der Biotonne landen. Plastiktüten zersetzen sich im Laufe der Kompostierung nicht. Das führt dazu, dass sie in verschiedenen Aggregaten der Vergärungs- und Kompostierungsanlage in kleine Stücke zerkleinert werden. Die Absiebung dieser Stücke mit Trommelsieben und Windsichtern aus dem Kompost ist sehr aufwendig, aber notwendig um dem Kompost neben der guten inhaltlichen Qualität auch ein gutes optisches Erscheinungsbild zu geben.

Bioabfälle im Sommer
Vor allem in Hitzeperioden können in der Biotonne Gerüche und Maden auftreten, deshalb:
Die Biotonne möglichst kühl und/oder schattig stellen. Waschen Sie die Biotonne nach der Leerung ab und zu aus, danach zur Trocknung offen stehen lassen.
Zum Aufsaugen überschüssiger Feuchtigkeit den Boden der Biotonnen mit geknülltem Zeitungspapier (keine Illustrierten) oder Karton auslegen. Papier hat keine negative Auswirkungen auf die Kompostqualität. Statt Zeitung, können auch Papiertüten verwendet werden, die es im Baumarkt oder Raiffeisenmarkt zu kaufen gibt.

Bioabfälle im Winter
Alljährlich bereitet der Winter die gleichen Probleme - der Bioabfall friert in den Tonnen fest.
Das hat dann zur Folge, dass die Biotonnen häufig nur zum Teil oder überhaupt nicht entleert werden können.
Die Gründe für das Festfrieren des Bioabfalls liegen auf der Hand: da Bioabfälle oft sehr feucht sind, frieren sie naturgemäß eher fest als sonstige Abfälle, vor allem wenn Sie lose in die Tonne gegeben werden. Deshalb sollten feuchte Bioabfälle in Papier (am besten Küchen- oder Zeitungspapier) eingepackt oder Papiertüten verwendet werden. Die Feuchtigkeit wird dann aufgesaugt und das Festfrieren dadurch erschwert. Hilfreich ist auch eine Lage Karton am Boden der Biotonne.

Als eine weitere Maßnahme sollte die Biotonne in der kalten Jahreszeit nach Möglichkeit in der Garage oder einem anderen frostgeschützten Ort aufgestellt werden, zumindest in der Nacht vor dem Entleerungstag. Wenn die Tonne dann frühmorgens (bis spätestens 6.00 Uhr) zur Abfuhr bereit gestellt wird, erfolgt die Entleerung in der Regel, bevor der Bioabfall festfrieren kann.