Bauen mit Abfall

Gesund wohnen - das hängt nicht zuletzt von der Qualität der Baustoffe ab. Beim Bauen und Sanieren lassen sich gebrauchtes Material sowie hochwertige Abfallstoffe verwenden. Beim Neukauf von Bodenbelägen, Dämmstoffen, Trockenbauplatten sollten Sie auf Gütesiegel achten. Das schont nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Umwelt.

Die Bauwirtschaft verbraucht viele natürliche Ressourcen und viel Energie. Dementsprechend hoch sind die Einsparpotentiale. Würde zum Beispiel die gesamte Menge Gips aus der Entschwefelung von Kraftwerksabgasen als Baustoff wiederverwertet, könnte der Abbau von Naturgips jährlich um 6,5 Millionen Tonnen reduziert werden. Nach Baustoffen, die Altmaterial enthalten, kann man sich bei jedem Händler erkundigen. Bei Türen und Dielen lohnt es sich auch wegen des Designs, nach gebrauchten Stücken zu suchen.

Unter den Gütesiegeln für Baustoffe empfiehlt sich „natureplus". Hier werden die bisher bestehenden Ökolabels zu einem europäischen Standard zusammengeführt. Produkte, die das Qualitätszeichen von „natureplus" tragen, müssen zu mindestens 85 Prozent aus nachwachsenden oder mineralischen Rohstoffen bestehen. Der Einsatz von umwelt- und gesundheitsschädlichen Stoffen ist verboten. Bei der Herstellung werden möglichst wenig Emissionen verursacht und wenig Energie verbraucht.

Weitere Informationen erhalten bei
www.energiekonsens.de
www.natureplus.de