Gewerbeabfall

Nicht verwertbare Abfälle, die in gewerblichen Unternehmen anfallen, wie zum Beispiel Hausmüll und ähnliche Abfälle, müssen über die kommunale Abfallentsorgungseinrichtung abgefahren werden. Die seit Anfang 2003 geltende Gewerbeabfallverordnung schreibt für jedes Unternehmen mindestens einen Restabfallbehälter verbindlich vor. In welchem Umfang die unterschiedlichen Gewerbezweige Restabfalltonnen vorzuhalten müssen, regeln die kommunalen Satzungen.

Neben dem Anschluss gewerblicher Unternehmen an die kommunale Abfuhr hat die Gewerbeabfallverordnung eine möglichst hochwertige Verwertung von Abfällen aus dem gewerblich/industriellen Bereich. Die bisherige Unklarheit bei der Einstufung von Abfällen in die Kategorien zur Verwertung und zur Beseitigung wird durch die Vorgaben der Verordnung beseitigt.

Verwertbare Abfälle wie z.B. Papier/Pappe, Glas, Kunststoffe, Metalle, Holz, biologisch abbaubare Abfälle, mineralische Abfälle müssen getrennt erfasst und verwertet werden. Eine gemischte Erfassung mit anschließender Verwertung ist nur nach den näheren Vorgaben der Verordnung möglich.

Die Regelungsinhalte der Verordnung gelten nicht für Abfälle, die über Rücknahmesysteme gemäß §§ 23 und 24 KrWAbfG zurückgenommen werden (Verpackungen) und für Abfälle die dem öffentl. rechtl. Entsorgungsträger überlassen werden.

Sortieranlagen die Abfallgemische verwerten, müssen mindestens 85% Verwertungsquote bei Neuanlagen (Inbetriebnahme ab 01.01.2003) nachweisen. Bei Altanlagen, die schon vor dem 01.01.2003 in Betrieb waren beträgt die Verwertungsquote 65% im ersten Jahr und dann 75%.

Über Internet ist der Verordnungstext als Download beim Bundesumweltministerium unter: http://www.bmu.de erhältlich.