Plant for the Planet - Kinder wandeln Klima



Was ist Plant-for-the-Planet? Die Idee, der Natur durch Aufforstung langfristig zu helfen, stammt von der kenianischen Umweltaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai. Engagierte Schülerinnen und Schüler in Deutschland haben sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2009 eine Million Bäume in Deutschland zu pflanzen, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen, soziale Verantwortung zu übernehmen und ihre eigene Zukunft aktiv zu gestalten.

Schüler des Freiherr-vom-Steim-Gymnasiums pflanzen Elsbeere

Zum „Tag des Baumes“ haben Schüler des Freiherr-vom-Steim-Gymnasiums Rösrath in Kooperation mit dem Holzcluster Bergisches Land und dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband am Donnerstag, den 14. April 2011 auf dem Schulgelände den Baum des Jahres 2011 – eine Elsbeere (Sorbus torminalis) - gepflanzt.
Gemeinsam wollen sie mit dieser Aktion auf die besondere Bedeutung der Bäume und Wälder für den Klima-, Umwelt- und Naturschutz hinweisen und Ihren Beitrag zum Internationalen Jahr der Wälder leisten. Mit eingebunden waren auch die Schüler, die im Rahmen der weltweiten Schüleraktion „plant-for-the-planet“ zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ausgebildet worden waren.

Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler vom Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises Rolf Menzel, dem stellv. Bürgermeister der Stadt Rösrath Wolfgang Büscher und dem Holzclustermanager Bergisches Land Wilfried Schneider.

Schüler des Aggertal-Gymnasiums pflanzen Elsbeere

Wie wichtig die Wälder des Bergischen Landes auch für die hiesige Bevölkerung und die Forst- und Holzwirtschaft sind, vermittelte Wilfried Schneider vom Holzcluster Bergisches Land den Schülern bereits im Vorfeld bei den wöchentlichen Treffen der Umwelt AG. So nehmen die Bäume über die Blätter Kohlendixid aus der Luft auf, speichern es als Kohlenstoff im Holz und geben Sauerstoff wieder ab; sie reinigen und befeuchten die Luft und sie produzieren unter Ausnutzung der Sonnenenergie den wichtigsten heimischen Bau- und Energierohstoff, das Holz. Immerhin sind im Bergischen mehr als 800 Betriebe mit rund 6.300 Beschäftigten direkt vom Holz abhängig.

Damit die vielfältigen Leistungen der Wälder auch zukünftigen Generationen in gleichem Maße zur Verfügung stehen, werden sie nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit gepflegt. Dies bedeutet, dass nur soviel Holz geerntet wird wie im selben Zeitraum wieder nachwächst. Und dort, wo der Wald nicht selbst für ausreichend Nachwuchs sorgt, zum Beispiel nach einem Windwurf, werden junge Bäume nachgepflanzt. Hierfür müssen die Waldbesitzer sorgen. Im Bergischen sind dies zu rund 80 Prozent Privatpersonen.

In seinem Grußwort hob der stellvertretende Landrat des Oberbergischen Kreises, Herr Prof. Dr. Friedrich Wilke, hervor, dass die Elsbeere früher von der Bevölkerung sehr geschätzt wurde wegen ihrer Früchte und ihres hervorragenden Holzes. Und der Bürgermeister der Gemeinde Engelskirchen, Herr Dr. Gero Karthaus, wusste zu berichten, das im hiesigen Raum vor allem der Weinberg in Ründeroth zum natürlichen Verbreitungsgebiet der wärme- und kalkliebenden Elsbeere gehört. Sie wieder heimisch werden zu lassen, sei ein positiver Beitrag zur Steigerung der biologischen Vielfalt in unserer Region. Beide Rednern waren vor allem aber sehr angetan vom Engagement der Schüler und deren aktives Eintreten für den Umwelt- und Naturschutz.

Musikalisch eingerahmt vom Schulorchester pflanzten die Schüler der Umwelt AG danach mit Unterstützung des Holzclustermanagers Wilfried Schneider den Baum am Rande der Parkanlage unweit der Agger. Im nächsten Jahr soll diese Aktion wiederholt werden, dann wenn möglich auf dem Schulgelände, das in diesem Jahr wegen anstehender Sanierungsarbeiten hierfür nicht genutzt werden konnte.

1. Akademie und Pflanzaktion von Plant–for–the–Planet im Oberbergischen Kreis


Schulen aus Engelskirchen, Lindlar, Gummersbach, Nümbrecht, Wipperfürth und Rösrath machen mit bei der 1. Akademie und Pflanzaktion im Oberbergischen Kreis im Rahmen der weltweiten Initiative Plant-for-the-Planet. Mehr als 63 engagierte Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 14 Jahren waren gekommen, um etwas über den globalen Klimawandel und eigene Handlungsmöglichkeiten zu erfahren.
Nach der Eröffnung der Akademie durch Frau Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin des BAV, und Herrn Deselears, Kurator des Stiftes Ehreshoven, informierte Clara Slawik (12) aus Augsburg, begeisterte Klimabotschafterin für Plant-for-the-planet, die Schülerinnen und Schüler über ihre Aktivitäten und über die Problematik des Klimawandels.
In zwei Vorträgen erklärten Frank Herhaus (biologische Station Oberberg) und Paul Siemes (Holzcluster Bergisches Land) die Rolle des Waldes beim Klimawandel. Folgende Workshops werden im Rahmen der Akademie durchgeführt:

Wald: Boden. Wasser. Sauerstoff (Biologische Station Oberberg) Ein gesunder Waldboden bildet die Basis für das Waldwachstum, ist Wasserfilter und Lebensraum für Milliarden von Lebewesen. Werden sich unsere Wälder durch den Klimawandels ändern und welche Auswirkungen hat das ?

Wald – Klimawandel - CO2 (Holzcluster Bergischen Land / BAV) Während ihres Wachstums nehmen Bäume über die Photosynthese CO2 auf und wandeln es zu Rinde, Holz, Zweigen und Blättern um. Vom Regenwald bis zu unseren Wäldern in Deutschland, vom kleinen Bäumchen bis zum Baumriesen wird berichtet. Können Wälder den Klimawandel überhaupt beeinflussen ?

Energie clever nutzen (AggerEnergie) Was ist Energie überhaupt und welche Energiearten gibt es? Warum soll ich eigentlich Energie sparen? Und was kann ich als Schüler dazu beitragen?

Klimabotschafter – Aktionen in meiner Schule (BAV) Themen wie Nachhaltigkeit, Klimawandel, Klimaschutz, schon mal gehört? Klar, aber wie können auch wir Schüler diese Themen besser verstehen und was kann man praktisch tun? Ihr könnt proben, wie Ihr an Eurer Schule eine eigene Plant-for-the-Planet-Aktion starten könnt.

Kreativ – Gestaltung eines Umweltbanners (BAV) Mit einem selbst gestalteten Banner können die Schüler für eigene Plant-for-the-Planet-Aktionen oder weitere Umweltveranstaltung werben. Künstlerisch Begabte und Kreative sind gefragt.

An jedem Workshop nahmen mindesten ein bis zwei Schüler jeder Schule teil, so dass nach der Akademie jede Schule über ein Team von Experten verfügt, das selbstständig weitere Aktionen zum Schutz des Klimas durchführen und neue Mitstreiter gewinnen kann. Die Jugendlichen pflanzten ca. 500 Bäume auf dem Entsorgungszentrum Leppe und gaben damit auch den Startschuss zur Neugestaltung der ehemaligen Deponieareale, die im Zuge des Projektes :metabolon im Rahmen der Regionale 2010 realisiert wird.